Super Bowl Review und Offseason-Ankündigungen!

In eigener Sache

Wir haben News und bauen um!

In der Offseason verdient jede:r ein bisschen Entspannung - ihr Leser:innen, aber auch wir Autor:innen. Und weil es sowieso nicht so viel zu berichten gibt, dass ein wöchentliches Format Sinn machen würde, melden wir uns diese Offseason nur zu spezifischen Anlässen bei euch - dann aber in XXL Länge! Der erste ausführliche Newsletter erscheint am 20.3. zur Free Agency.


Wir lassen euch aber in der Offseason nicht allein! Wir liefern euch weiterhin die News - und das sogar noch schneller als bisher. Denn genau jetzt unser OFFSEASON LIVEBLOG live! Wir posten dort die News, sobald es sie gibt und unser Autor:innen-Team wird die Breaking News dann für euch einordnen. Schaut also regelmäßig vorbei, denn die Breaking News wird es nicht als Mail geben!

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Und noch etwas Großes haben wir für euch geplant: Kurz vor dem NFL Combine geht unser brandneuer COLLEGE FOOTBALL NEWSLETTER an den Start. Darin berichten wir natürlich über die bekanntesten Spieler, wichtige Teams und jede Woche covern wir die wichtigsten Partien. Darüber hinaus wollen wir euch aber in der Offseason auf die Reise “College Football” mitnehmen. Das bedeutet: Ihr erhaltet - auch als Newsletter - eine komplette Einführung in das System College Football. Leiten wird das Projekt die wunderbare Kadda Mey. Meldet euch am besten jetzt schon an, damit ihr keine Ausgabe verpasst - es gibt keine Vorwarnung mehr ;)

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Und wir diskutieren natürlich weiterhin mit euch auf unserem Discord-Server zur NFL:

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Kansas City Chiefs

Rückschau: Rückschau: Mit 31:9 verlieren die Chiefs den Super Bowl gegen die Tampa Bay Buccaneers. Die Niederlage ist auf drei ziemlich grundsätzliche Dinge zurückzuführen, die ich kurz analysieren möchte. Vorweg aber herzliche Gratulation an die Tampa Bay Buccaneers und an Tom Brady! 1. Die Offense und das Offensive Line Problem Vor dem Super Bowl war allen bewusst, dass es mit einer extrem angeschlagenen OLine nicht einfach werden würde. Gegen eine starke Tampa Bay Front four mit vier Backups anzutreten ist ein extremer Nachteil, doch mit zwei Wochen Vorbereitungszeit hätte man sich hier einen etwas besseren Gameplan gewünscht. Die füfn Offensive Lineman wurden in 92% der Fälle in der Coverage alleine gelassen und weder von einem Tight End noch einem Running Back unterstützt - und dafür war sie einfach nicht gut genug, was Mahomes unter extremen Druck brachte. 29 Pressures, bei 52% aller Dropbacks hatte er direkt Druck. Leider ein negativ Rekord in der Geschichte des Super Bowls. Mahomes lief während des Spiels für 497 (!!!) Yards während er versucht hat, der Pressure auszuweichen und dem Sack zu entgehen (Twitter @DaneCook). 2. Das Playcalling an sich Ich weiss nicht, ob Andy Reid mit dem Unfall seines Sohnes zu kämpfen hatte (dieser ist Linebacker Coach der Chiefs und hatte einen Tag vor dem Super Bowl betrunken einen Autounfall, bei dem er seine beiden Kinder schwer verletzte). Auf jeden Fall könnte ich es ihm nicht verübeln. Über das Spiel hinweg merkte man aber, dass das Playcalling nicht wie gewohnt funktionierte. Es gab kaum neue Spielzüge, welche die Defense der Buccs überrascht hätte. Dies ist ansonsten eine absolute Spezialität von Andy Reid und Eric Bieniemy. Die Unterstützung für die angeschlagene OLine hat gefallt und Mahomes musste oft zu lange warten, bis sich die Route-Konzepte entfalten konnten.

3. Kosteten die Eigenfehler den Chiefs den Sieg? Die Chiefs produzierten eindeutig das schlechteste Saisonspiel der letzten zwei Saisons. In der Offense wurden so viele Bälle gedroppt, dass man sich fragen musste, ob die Konzentration nicht vorhanden ist. Travis Kelce hatte einen schlimmen Drop der zu einem Punt statt zu einem neuen First Down führte, Tyreek Hill, Demarcus Robinson und Darrell Williams liesen den Ball alle in der Endzone für einen möglichen Touchdown fallen. Und während die Offense durch den guten Gameplan der Buccs und den vielen eigenen Fehlern Mühe hatte sich zu entfalten fing sich auch die Defense einen rabenschwarzen Tag ein. Die Buccs Offensive spielte schnörkellos und präzise, hätte aber ohne die Hilfe der Chiefs deutlich weniger Erfolge feiern können. Die Defense holte sich in jedem Drive in wichtigen Situationen Flags und verlor so wichtige Yards oder sogar Turnovers. Zu Beginn lies sich DT Chris Jones zu einer absolut unnötigen Unsportsmanlike conduct Flagge hinreissen: - 15 Yards. Bei Tyrann Mathieus Interception wurde gegen Chavarius Ward ein Holding geflaggt und die Interception zurückgenommen. Eine Minute vor der Halbzeit erhielt Tampa Bay den Ball und jeder wusste nach dem Spiel gegen die Packers, dass irgendwann noch ein Deep Ball eingestreut werden würde. Nicht aber die Chiefs. Cornerback Bashaud Breeland mit einer Defensive Passinterference Flagge - 30 Yards Raumgewinn für die Buccs, der zu einem Touchdown führte. Und sogar im Special Team machte man einen der schlimmsten Fehler, die man nur machen kann. Bei 4th Down schickte Tampa den Kicker Ryan Succop aufs Spielfeld. Aber da kam auch schon die nächste Flagge. Cornerback Antonio Hamilton stand bereits in der neutralen Zone - neues First Down, ein Touchdown anstelle eines Field Goals. Hätten die Schiedsrichter in den Playoffs etwas mehr laufen lassen dürfen? Auf jeden Fall. Dieser Meinung waren auch etliche Journalisten und vor allem Defensive Players aus der NFL.

Star Cornerback Jalen Ramsey:

Star Cornerback Darius Slay:

Star Linebacker Darius Leonard:

Es sei aber auch gesagt, dass die Schiedsrichter dieses Spiel nicht entschieden haben, auch wenn wir auf der Verliererseite manchmal gerne dazu tendieren, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Am Ende war unser Gameplan eindeutig nicht gut genug und Tampa Bay machte in der Offensive wie auch in der Defensive ein praktisch fehlerloses Spiel, weshalb der Sieg völlig berechtigt war. Nun geht es in die Offseason, wo für General Manager Brett Veach einiges an Arbeit anstehen wird. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch nächstes Jahr wieder weit kommen können und als Contender angesehen werden. #GoChiefsKingdom!


Tampa Bay Buccaneers

Rückschau: Der beste, gefährlichste Quarterback und die explosivste Offense in der NFL, ohne eigenen Touchdown in einem Super Bowl-Blowout von historischem Ausmaß!

Wir alle wussten, dass Tom Brady ein Footballspiel lesen kann wie kein zweiter und alle Geschenke nutzen würde, die ihm durch selbstverschuldete Fehler der Chiefs gegeben werden - und das tat er auf jeden Fall. Brady brachte 21 von 29 Pässen für 209 Yards an und warf dabei drei Touchdowns und keine Interception.

Wir wussten, dass die Bucs 31 Punkte erzielen können, aber die Frage war, würde es ausreichen?

Es stellte sich heraus, dass die Bucs dank einer meisterhaften Leistung von Todd Bowles und seiner erstickenden Defense, nur 10 Punkte benötigt hätten. So bescherten die Buccaneers Patrick Mahomes die höchste Niederlage seiner NFL-Karriere. Tampa Bay erzwang zwei Turnovers on Downs Downs und sicherte sich die einzigen zwei Takeaways des Spiels, während Mahomes in allen vier Viertel um sein Leben rannte.

Die Chiefs standen sich in der ersten Halbzeit selbst im Weg. Durch viele unnötige Strafen (95 Yards in Halbzeit eins) ermöglichten sie den Bucs einige lange Drives - der Todestoß gegen Brady und seine Waffen. Tampa Bay erzielte vier Touchdowns innerhalb von nur fünf Possessions und kümmerte sich den Rest des Spiel um ihre herausragende Defense.

Die Bucs hatten bereits Geschichte geschrieben. Als erstes Team in der Geschichte der NFL, das jemals einen Super Bowl in ihrem Heimstadion gespielt hatte. Sie wollten aber nicht nur eine Antwort für die Millionenfrage bei "Wer wird Millionär" liefern und so dominierten die Buccaneers in allen Phasen des Spiels das beste Football-Team, um das erste Team zu sein, dass jeweils in ihrem Heimstadion einen Super Bowl gewinnen konnte.

Dieser Super Bowl wurde als potenzieller Shootout erwartet, ein episches Matchup des GOAT gegen die Zukunft der Quarterbacks. Stattdessen wurde es zu einem Blowout - genau wie beim letzten Mal, als die Bucs im Super Bowl waren.


Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei unseren Patrons Hans-Georg, Moritz, der u.a. einen Panthers-Podcast macht, bei Leon und bei Matthias!