Nur noch ein ungeschlagenes Team

auch diese Woche fiel wieder ein Rekord nach dem anderen und unbezwingbare Gegner wurden bezwungen

News/ Player of the Week

Diese Woche haben wir uns mit einem MVP schwer getan. Soll einzig die Leistung im Vakuum über den MVP der Woche entscheiden? Dann könnte hier der Name von Chiefs Quarterback Patrick Mahomes stehen, der über 80% seine Pässe an den Mann brachte und dabei fünf Touchdowns erzielte. Bis auf eine unnötige 3rd-Down Interception ein makelloses Spiel, bei dem die Offense in jedem Drive einen Touchdown erzielte. Erweitern wir die Kriterien auf gute Leistungen in der Woche vier ergänzt mit einem schönen NFL-Rekord, dann muss auch der Name von Chargers QB Justin Herbert erwähnt werden, der vor seinem 20. NFL Start bereits 500 Completions vorzuweisen hat - dies gelang seit 1950 keinem Quarterback mehr. Oder Russell Wilson, der neuerdings der Quarterback mit den wenigsten Spielen ist um 100 NFL-Siege feiern zu können. Und dann wäre da auch noch Tom Brady, der vielleicht in dieser Woche nicht unbedingt überzeugen konnte, sich jedoch den nächsten NFL-Rekord schnappte. Er übertrumpfte Drew Brees und ist nun der Quarterback mit den meisten Passing Yards in der Geschichte der NFL.

So viele Rekorde und es stoppt nicht bei den Quarterbacks. Chiefs Head Coach Andy Reid ist der erste HC mit über 100 Siegen mit zwei verschiedenen Franchises... Und lassen wir die Rekorde einmal weg, so haben unter anderem auch Spieler wie WR Tyreek Hill (11 Rec, 186 Yards, 3 TDs) oder WR/RB Cordarelle Patterson (116 total Yards, 3 TDs) extrem überzeugt. Kurz und knapp: Wir konnten uns nicht für einen MVP entscheiden und gratulieren deshalb allen neuen Rekordhaltern und freuen uns auf die nächste Woche, wo das Resultat vielleicht wieder etwas klarer ausfallen wird.


Spiel der Woche

London Games 2021 - „Endlich“ denken sich sicherlich sehr viele Fans und werden sich das Spektakel vor Ort nicht entgehen lassen. Da spielt es auch keine Rolle, das die New York Jets gegen die Atlanta Falcons spielen. Hauptsache Football. Wobei dieses Spiel durchaus seine Reize hat.

Rookie Zack Wilson gegen Routine Matt Ryan. Cordarrelle Patterson gegen die Jets Defense. Anschauen werde ich mir das Spiel auf jedenfall, schon alleine weil es Sonntag Nachmittag im FreeTV kommt.

Die Jets haben letzten Spieltag ihren ersten Sieg in der Overtime gegen die Tennessee Titans eingefahren. Ein Befreiungsschlag für QB Zack Wilson, die Defense und Coach Saleh. Die Falcons haben das Match gegen Washington mit 34:30 verloren. Beide Teams stehen 1-3 und besetzen jeweils den letzten Platz in ihrer Division.

Ich freue ich auf einen mega Football Sonntag und drücke schon ein bisschen den Jets die Daumen :)

Diese Woche möchte ich euch das Spiel meiner Cincinnati Bengals gegen die Green Bay Packers ans Herz legen. Auf ran.de könnt ihr ab 19 Uhr das Duell zweier Generationen auf Quarterback sehen.

Auf der einen Seite der First-Overall-Pick von 2020, Joe Burrow, der sein Team zu einer 3-1 Bilanz verholfen hat und auf der anderen Seite Aaron Rodgers, der nach der Saison sehr sicher Green Bay verlassen wird und dieses Jahr nach einigen Diskussionen im Sommer nochmal zurückgekommen ist um noch einmal den Superbowl anzusteuern und seinen zweiten Ring zu holen. Damit dies gelingen kann muss diese Woche definitiv das Passing Game besser werden. 20/36 für 248 Yards und 2 Touchdowns beim Sieg über die Steelers sind keine überragende Zahlen. AJ Dillon und Aaron Jones konnten dafür im Running Game glänzen. Beide zu stoppen und gleichzeitig Davante Adams und Randall Cobb nicht aus den Augen zu verlieren wird eine wichtige Aufgabe für die verbesserte Bengals Defense. Nur wenn die Packers bei unter 30 Punkte gehalten werden kann, gibt es hier eine Chance. Offensiv wiederum muss Joe Burrow drauf hoffen, dass RB Joe Mixon und WR Tee Higgins mitmachen können, sonst wird’s nochmal was schwerer, auch wenn die zweite Hälfte gegen Jacksonville Hoffnung gemacht hat. Die Packers sollten und müssen gewinnen wenn sie weiter um den Superbowl mitreden wollen, aber das Spiel ist immer noch in Cincinnati und die Bengals werden zeigen wollen, dass sie sich als Team wirklich verbessert haben und besser sind als alle vor der Saison gedacht haben.


Fantasy Football - by StonedLack

Woche 5…die Letzte ohne BYE Weeks!

Danach beginnt das ständige Suchen nach Alternativen. 

Wir haben diese Woche in unserem Podcast über Teams gesprochen die 0-4 sind oder mit dem Rücken zur Wand stehen. Drohende BYE Weeks könnten nochmal eine Chance mehr sein Trades durchzubekommen!

Aber ob BYE Week oder nicht, bei wems nicht läuft sollte nicht die Flinte ins Korn werfen sondern

-) analysieren 

Warum klappt es nicht? Bin ich auf einer Position schwach? Habe ich Verletzte? Punkten alle Gegner gegen mich? Oder performen meine Spieler nicht?

-) ändern

Trades trades trades! 

Sucht euch die Spieler bei denen es läuft oder auf der Bank Spieler sitzen die bei euch starten würden! Wichtig ist es hier nicht zu fantasieren…niemand gibt einen Henry/Hill/Kelce für peanuts ab, aber Spieler die funktionieren aber womöglich nur die 3 Option sind sehr wohl! Hunt, Edmonds, Chase, D. Smith, sind nur ein paar die einen in den Sinn kommen!

-) nicht aufgeben

Das Wichtigste niemals aufgeben…im Fabtasy Football geht es schnell! Eine Verletzung da, eine Änderung im Gameplan der Teams dort und man ist wieder dabei!

Good Lack für Woche 5


AFC EAST


Buffalo Bills

Rückschau: Ein weiterer Shootout der Bills, diesmal 40:0 gegen die Houston Texans. Ein Spiel, das von Anfang von den Bills dominiert wurde. Sowohl Offensiv, aber vor allem Defensiv.

Mit Ausnahme des zweiten Drives (4th & Out) kam Houston nicht mehr in die Nähe der Red Zone. Am Ende lag es sogar an der Red Zone Ineffizienz der Bills, dass der Sieg nicht noch höher ausfiel. Was nimmt man also aus so einem Spiel mit? Zack Moss scheint Running Back Nummer 1 zu sein. Devin Singletary bekam seine Touches erst, als das Spiel schon entschieden war. Dawson Knox scheint sich zur erhofften Receiving Waffe auf der Tight End Position entwickelt zu haben. OC Brian Daboll und Josh Allen Vertrauen ihm und er zahlt das Vertrauen zurück ( 2 TDs, 8 Targets). Rookie RT Spencer Brown ist früher als gedacht eine Alternative in einer teilweise wackeligen O Line diese Saison. Gegen die Texans rückte RT Daryl Williams auf die Guard Position, während Cody Ford aus Leistungsgründen auf der Bank Platz nehmen musste. Einziger Wermutstropfen ist die Verletzung von LB Matt Milano, der mit Muskelproblemen raus musste. Ein Ausfall gegen die Kansas City Chiefs wäre fatal.

News der Woche: Jordan Poyer, Matt Milano und Taron Johnson sind Day-to-Day Entscheidungen aufgrund unterschiedlicher Verletzungen. Jeder für sich wäre bei einem Ausfall eine herbe Schwächung der Bills Defense.

Vorschau: So überzeugend die letzten 3 Siege waren, muss man doch festhalten, dass es allesamt Teams waren mit negativem oder maximal ausgeglichenem Record. Mit dem Auswärtsspiel bei den Kansas City Chiefs wartet jetzt im Sunday Night Game ein absoluter Contender auf die Bills. Die Chiefs waren vielleicht ein Grund, weshalb GM Brandon Beane seinen Fokus auf die D Line im Draft gesetzt hat. Ob sich das ausgezahlt hat, könnte jetzt unter Beweis gestellt werden. Dabei ruhen die Hoffnungen eher bei Veteran Jerry Hughes als bei Rookie Gregory Rousseau. Die Bills werden in der D Line weiter ordentlich rotieren und versuchen mit dem Four-Men-Rush QB Patrick Mahomes unter Druck zu setzen. Häufiges Blitzen wird nicht zu erwarten sein, da der Rest der Defense in der Coverage benötigt wird, um die Playmaker Tyreek Hill und Travis Kelce irgendwie zu verteidigen. Das dies ein schwieriges Unterfangen ist, mussten die Bills im letztjährigen AFC Championship Game schmerzlich erfahren.

Auf der anderen Seite kommt die Offense immer besser in Fahrt. Sie trifft auf eine Defense die in den Metriken weit unten angesiedelt ist nach den ersten Wochen. Zusätzlich zu den Wide Receivern ist mit TE Dawson Knox ein weiterer Spieler hinzugekommen, den die gegnerische Defense respektieren muss. Größtes Sorgenkind auf offensiver Seite ist die Interior O Line. Cody Ford wurde wegen schwacher Leistung gebencht, Jon Feliciano hatte auch keinen guten Start in die Saison und RT Daryl Williams, der auf Right Guard wechselte gegen Houston, hatte ein eher durchwachsenes Spiel. Ein gefundenes Fressen für DT Chris Jones auf Seiten der Chiefs. Hier könnte tatsächlich der Knackpunkt im Spiels der Bills liegen. Am Ende sollte es ein Shootout werden. Das aktuelle over/underr liegt bei 56 ½ Punkten. Das beide Teams über 30 gehen würde glaube ich niemanden wundern.


Miami Dolphins

Rückschau: Muss ich einen Rückblick auf das letzte Spiel schreiben? Laut meinen Mitschreibern hier: ja. Dabei bin ich seit dem Schlusspfiff am letzten Sonntag noch in einer Art Verdrängungsphase.

Die letzte Saison und die Offseason haben richtig Spaß gemacht. Ein junger, übertalentierter Quaterback der in seiner zweiten Saison geht und neue Receiverwaffen (Waddle und Fuller) hätten die Offense auf ein neues Level bringen sollen. Eine O-Line aus jungen Spielern, die in der neuen Saison einen deutlichen Entwicklungssprung hätten machen sollen. Und eine Defense die zur besten der Liga hätte gehören sollen. Ach, war das schön. Aber wie hat meine Oma doch gleich immer gesagt? „Sebastian. Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er nen Hasen gefangen.“

Und somit schreibe ich diesmal keine „Rückschau“, sondern eher einen Text, den man als „Konfrontationstherapie mit der Realität“ nennen könnte. Die Dolphins verlieren auch das zweite Heimspiel der Saison mit 27 zu 17 gegen die Colts. Ein bis dato siegloses Team, welches zwei verletzte Schlüsselspieler in der O-Line zu beklagen hatte und dessen Quaterback vermutlich in einem dieser Kunststoffblasen zum Spielort gekarrt wurde, damit er sich nicht noch mehr verletzt. Trotzdem ließ man gegen diese Offense 228 Passing Yards und 139 Rushing Yards und drei Touchdowns zu. Unsere Defense kann zurzeit nicht den hohen Erwartungen, die man an sie hatte, standhalten. Aber sie ist auch nicht das eigentliche Problem. Es ist die Offense. Erneut spielte diese zu Beginn uninspiriert und mit einem langweiligen Scheme. Beispiel gefällig? In der ersten Halbzeit erzielten die Dolphins im Schnitt 2,5 Yards pro Spielzug. Der Raumgewinn im gesamten zweiten Viertel betrug -7 Yards. Kein Witz. Warum öffnet man das Playbook erst, wenn man mit mehreren Touchdowns hinten liegt? Dass die Offense dann funktioniert, kann man visuell und in Statistiken sehen. In den ersten drei Vierteln hatten die Dolphins nur einen Spielzug mit mehr als 11 Yards Raumgewinn. Vier hingegen allein im letzten Viertel.
Die O-Line…Ich habe keine Lust mehr über die O-Line zu sprechen. Ich lasse einfach einen Tweet hier, der auch die Frage beantwortet, warum Runningback Malcom Brown 67% der Snaps auf dem Feld steht und Myles Gaskin, der der bessere Offensivspieler ist, nur 23%.

Man sollte ein Review aber immer positiv abschließen. Meine Dolphinsfan-Bubble auf Twitter ist sich in einer Sache einig. Die Trikots sehen echt gut aus.

News der Woche: Wide Receiver Will Fuller hat sich einen Finger gebrochen und fällt für mehrere Wochen aus. Er wurde am Mittwoch auf die IR-Liste gesetzt und fehlt damit mindestens für die nächsten drei Spiele. Außerdem wurde Punt Returner/Wide Receiver Jakeem Grant für einen 2023 Sechstrunden Pick zu den Bears getradet. Die beiden freien Roster Spots werden wahrscheinlich durch Preston Williams und Albert Wilson (beides Wide Receiver) gefüllt werden. Jaylen Waddle wird vermutlich verstärkt als Punt Returner eingesetzt werden.

Außerdem kommt Center Austin Reiter aus dem Practice Squad der Saints zu den Dolphins. Ob er die erhoffte Lösung ist, darf bezweifelt werden. Oder um es mit
Andri´s Worten, unserem Autor für die Chiefs (das Team für das Reiter in der letzten Saison noch gespielt hatte), zu sagen. „Gibt sicherlich einen Grund, wieso die komplette O-Line der Chiefs ersetzt wurde und die Starter vom letzten Jahr noch Free Agents sind oder höchstens im Practice Squad gelandet sind.“…Bis jetzt zumindest.

Vorschau: Es gibt doch noch etwas Positives zu berichten. Im nächsten Spiel sollte das Team die Fans nicht enttäuschen. Denn am Sonntag werden die Dolphins um 19 Uhr von dem amtierenden Superbowl Champion empfangen. Ja, genau. Die Tampa Bay Buccaneers. In diesem Spiel gibt es absolut keinen Grund, mit einem konservativem Offense Scheme an den Start zu gehen. Über die Pass Defense sind die Buccs angreifbar. Das Motto diese Woche sollte also das von Vereinslegende Dan Marino sein. „Pick a guy and let it fly“. Oder eines der Weisheiten meiner Oma. „Wenn dir die Kacke bis zum Hals steht, darfste den Kopf nicht hängen lassen.“


New York Jets

Rückschau: Da ist er endlich, der erste Saisonsieg der Jets steht in den Büchern. 27:24 setzte man sich am Ende nicht unverdient gegen die Tennessee Titans nach Verlängerung durch. Dabei sah es gerade zu Beginn der Partie nicht gut für die Jets aus. Die Titans gingen durch 3 Field Goals mit 9:0 in Führung und nur der bockstarken Jets Defense war es zu verdanken das man überhaupt noch in der Partie war. Insgesamt 7 Sacks gingen auf das Konto der Jets. ( 2 Quinnen Williams, 1,5 Bryce Huff, jeweils einer Quincy Williams, John Franklin-Myers, C.J. Mosley und 0,5 Bryce Hall)

Nach dem schwachen Beginn der Offense platzte der Knoten irgendwann doch und QB Zach Wilson konnte zeigen warum man ihn an der 2. Stelle im Draft ausgewählt hatte. Nach einer Interception zu Beginn (Corey Davis rutschte aus), packte Wilson einige spektakuläre Pässe aus und die bisher zahnlose Offensive der Jets biss kräftig zu.

Der Jubel im Met Life Stadium war groß, als Titans Kicker Randy Bullock zum Ende der Verlängerung ein 49 Yard Field Goal verschoss und die Partie damit zu Gunsten des Heimteams beendet war.

News der Woche: Zwei Jets Spieler haben Geschichte schrieben. Quinnen Williams und sein älter Bruder Quincy sind das erste Brüderpaar in der Geschichte der NFL denen es gelungen ist jeweils mindestens einen Sack in der selben Partie und für das selbe Team zu erzielen. Entsprechend groß war die Freude.

Nun zu den negativen Nachrichten aus New Jersey. Rookie Linebacker Hamsah Nasirildeen wurde auf die Injured Reserve gesetzt, dafür wurde O-Liner Isaiah Williams in den aktiven Kader berufen.

Der zurzeit verletzte “Star” Safety Marcus Maye hat aktuell mit der Justiz zu tun. Maye soll im Februar diesen Jahres einen Verkehrsunfall verursacht haben und muss sich demnächst wegen Fahren unter Alkoholeinfluss und Fahrerflucht verantworten.

Vorschau: Nächster Gegner der Jets sind die Atlanta Falcons. Der Gegner ist auch eher schlecht in die Saison gestartet und steht wie die Jets bei 1-3. Somit dürfte man ein Spiel auf Augenhöhe erwarten wenn beide Teams am Sonntag 15.30 Uhr in in London aufeinander treffen.


New England Patriots

Rückschau: Der Heimfluch bleibt auch beim Besuch von Brady bestehen. Mit 17:19 verlieren die Patriots auch das dritte Heimspiel gegen ihren alten Quarterback und sein neues Superteam. Eigentlich könnte man meinen, dass eine so knappe Niederlage gerade gegen den amtierenden Super Bowl-Sieger doch eigentlich Mut machen sollte (und das tut es bis zu einem gewissen Grad auch) aber, wenn man genauer hinguckt merkt man wo der Schuh drückt. Das O-Line-Play war erneut mittelmäßig at best und daraus resultierten dann genau -1 Yard Rushing bei ganzen 8 Attempts. Ja ihr habt richtig gelesen: MINUS 1 TOTAL RUSHING YARD. Das ist tatsächlich Detroit Lions Niveau von schlecht. Zudem hatte man kurz vor Schluss sogar noch eine gute Chance das Spiel zu gewinnen, doch statt einen 4th&3 auszuspielen versuchte man ein 56-Yards Field Goal, welches Nick Folk im strömenden Regen von Foxborough an den linken Pfosten setzte. Wenigstens zeigte die Defense, dass sie auch gegen starke Offenses bestehen kann, denn so wenig effektiv wie Brady gegen New England war, war er schon eine längere Zeit nicht mehr.

News der Woche: Wer jetzt gedacht hätte, nachdem das große Wiedersehen mit Tom Brady endlich abgehakt und es damit etwas ruhiger in Boston geworden wäre, der wurde spätestens gestern bitter enttäuscht. Den gegen Nachmittag deutscher Zeit flackerte plötzlich die Meldung über meine Twitter-Timeline, dass die Patriots ausgerechnet Ex-DPOY Stephon Gilmore releasen. Der Aufschrei in der Patriots-Nation war groß. Warum gibt man einen solchen Spieler für quasi nichts ab? Wieso konnte man sich nicht auf einen Vertrag einigen? Wie soll diese Defense ohne Gilmore bestehen? Ums Kurz zu machen: Die Entscheidung war wohl am ehesten ein Business-Move, denn man erzeugt etwa 6-7 Millionen Dollar in Capspace um flexibel für den Rest der Saison zu bleiben. Zudem ist die Passing Defense auch ohne Gilmore in dieser Saison gut aufgelegt und man wird nun vermutlich versuchen, mit JC Jackson zu verlängern, der deutlich jünger ist und in diesem Jahr endlich auch CB1 Status erreicht hat. Eine ausführliche Einschätzung zur Causa Gilmore bekommt ihr auch in meiner neusten Podcast-Episode:

Schnell wurde dann aber auch klar, dass der angekündigte Release wohl ebenfalls ein Business-Move war. Denn nachdem Berichte durchsickerten, man habe versucht Gilmore zu traden, ohne einen geeigneten Trade-Partner zu finden wurde die Ankündigung wohl benutzt um vielleicht ein Team dazu zu bringen, sich Gilmore zu sichern, ohne mit anderen Teams auf dem freien Markt um ihn kämpfen zu müssen. Angebissen haben dann letztendlich die Carolina Panthers, die einen 6th Round Pick in 2023 für die Dienste von Gilmore bezahlen.

Doch das war noch nicht alles was sich rostertechnisch gestern tat, denn man verstärkte sich auf der Linebacker-Position noch mit einem alten Bekannten. Jamie Collins, der vor knapp einer Woche von den Detroit Lions entlassen wurde kehrt nach New England zurück und soll in erster Linie helfen, die immer noch löcherige Run-Defense zu stopfen.

Wenig erfreuliche Nachrichten gibt es aktuell hingegen von der Injury-Front. Nachdem unter der Woche Isaiah Wynn und Michael Onwenu auf die COVID-Liste gesetzt wurden, waren nun auch Guard Shaq Mason und weiterhin Right Tackle Trent Brown im Training nicht mit von der Partie. Damit sind 4 von 5 Starting O-Linern aktuell fraglich für das Spiel am Sonntag.

Vorschau: Mit den Houston Texans spielt man zwar gegen das vermeintlich schlechteste Team der Liga, jedoch haben auch die Texans gezeigt, dass sie sich nicht kampflos aufgeben. Die Defense spielt nicht komplett schlecht und gerade der Pass-Rush kommt doch solider daher als anzunehmen war, was für die Patriots angesichts der Misere in der O-Line eine deutliche Warnung sein sollte, den Gegner ernst zu nehmen. Gewinnen muss dieses Spiel eigentlich wieder mal die Defense, die es mit Rookie David Mills zu tun bekommt. Hier ein deutlicher Vorteil für die Patriots, aber aufgrund der Vorzeichen rechne ich mit einem knappen und von den Defenses dominiertes Spiel auf uns zukommen, welches letztendlich die Offense entscheiden wird, die weniger Fehler macht.


AFC North


Baltimore Ravens

Rückschau: Das nächste Spiel, der nächste Sieg. Und was für einer, 23-7 hieß es am Ende gegen die Denver Broncos. Dabei waren die Ravens eigentlich minimalistisch unterwegs mit „nur“ 102 Rushing Yards, dafür 316 Recieving Yards bei 22/37 versuchen, dazu zwei TD´s + Extrapunkt und drei FG´s.

Zeitweise erinnerte die Broncos Defense stark an die der Lions vergangene Woche: Gute gegen den Run, angreifbar in der Luft. Und das nutzen QB Lamar Jackson und die Ravens eiskalt aus.

Das Offensive Highlight des Spiels war dann für mich ohne Zweifel, nach seinen Drops vergangenen Sonntag, der 49-Yard TD-Pass auf WR Marquise Brown. I mean...

Den ersten TD erlief übrigens RB Latavius Murray, der am Sonntag für den das Team mit durchschnittlich 6.1 yds./carry leading RB Ty´Son Williams spielte.

Aber auch Defensive war einiges geboten: Auch wenn die großen Highlights fehlten, mit 5 Sacks und 11 Quarterback-Hits stand die Defense (wieder einmal) sehr solide und sorgte mit konstantem Druck für regelmäßig (und im Spielverlauf zunehmende) 3-and-out´s.

News der Woche: Das nächste Spiel wird ein besonderes für Haloti Ngata, denn der 5-malige Pro Bowl DT wird in den Ring of Honor der Ravens aufgenommen. Ngata spielte 2006-2014 für die Ravens und gewann mit dem Team den Super Bowl XLVII 2012. Ngata kam während seiner Teit bei den Ravens auf 528 Tackles, 25.5 Sacks und fünf Interceptions.

Während der neun Saisons erlaubte Baltimore die wenigsten Gegenpunkte pro Spiel (18.2) und die wenigsten Rushing TD´s (71) der NFL.

Injury Updates:

Und auch diese Woche gibt es wieder einige Rekorde:

Vorschau: Kommende Woche geht es im MNF Game gegem die Indianapolis Colts. Ein Team, das mit einer 1-3 Bilanz nach Baltimore kommt und bisher „nur“ gegen die Miami Dolphins gewinnen konnte…

Die Ravens haben in den letzten Wochen gezeigt, was sie können, spätestens dieses Spiel hat bewiesen, welche Tiefe im Kader steckt. Passspiel oder Laufspiel? Wir können beides.

Nur eins können wir nicht: das nächste Spiel verlieren...


Cincinnati Bengals

Rückschau: Die Bengals haben am vergangenen Donnerstag das Duell der Raubkatzen gegen Jacksonville mit Müh und Not gewonnen. Zur Pause lag man mit 14-0 hinten, bevor alle vier Drives der zweiten Hälfte zu Punkten führten und nach drei Touchdowns (1x RB Joe Mixon, 2x TE CJ Uzomah) setzte Kicker Evan McPherson mit einem Field Goal aus 35 Yards bei auslaufender Uhr den Schlusspunkt. Auch wenn man es sich unnötig schwer gemacht hat, ist die Effizienz in der zweiten Hälfte zuloben, wofür man auch Headcoach Zac Taylor Credits geben muss. Zwar hat man in Form von Logan Wilson nur einen Sack geschafft, so hat man auch nur einen zugelassen. Joe Burrow konnte sich diese Woche nochmal steigern und hat auch gerade bei seinen starken Drives insgesamt 348 Yards und 2 Touchdowns bei 25/32 abliefern. Größter Nutznießer neben CJ Uzomah war wieder mal Tylor Boyd mit 9 Catches für 118 Yards.

News der Woche: Safety Ricardo Allen hat endlich die Freigabe erhalten und ist von der Injured Reserved List herunter. Allen stellt eine wichtige Verstärkung für das Backfield da. Ein Fragezeichen ist weiter hinter WR Tee Higgings, aber auch hinter Joe Mixon (Ankle), ob beide zur Verfügung stehen ist noch abzuwarten. Gerade ein Ausfall von Mixon würde sehr weh tun.
Das Spiel der Bengals gegen die Jaguars zog auch gerade wegen der letzten beiden First-Overall-Picks Joe Burrow und Trevor Lawrence erstaunlich viel Interesse auf sich, so sahen 8,5 Millionen Zuschauer das Spiel. Dies ist der beste Wert für ein NFL-Network-exklusives TNF Game seit 2018.

Die von Ja'Marr Chase im letzten Newsblock erwähnten vier Touchdowns und 220 Receiving Yards in den drei Spielen im September haben ihm den Titel NFL Rookie of the Month eingebracht. Diese Woche folgte zwar kein weiterer Touchdown, aber erneut 77 Receiving Yards, womit er jetzt bei 297 Yards steht - in diesem Tempo ist die 1.000 Yards Marke nur Formsache.

Vorschau: Am kommenden Sonntag spielen die Bengals zuhause gegen die Green Bay Packers, die ebenfalls 3-1 stehen und mit Aaron Rodgers nocheinmal in der Superbowl wollen und entsprechend favorisiert sind. Für eine ausführlichere Vorschau bitte beim Spiel der Woche schauen.


Cleveland Browns

Rückschau: Die Browns gewinnen, in einem wenn man es so nennen will Defensiv Krimi, mit 14 zu 7.

Mir fehlen ehrlich gesagt, vor allem über unsere Offensive die Worte. Ich meine die Browns sind eine der meist gehyptesten Teams der NFL, aber wo ist das hin, wo? Mayfield spielt ehrlich gesagt zum kotzen ( sorry für die Wortwahl, aber mir fällt momentan bei ihm nicht viel gutes ein ), er hat alles was ein QB braucht um in der NFL zu bestehen, er hat eine starke Defensive die von Spiel zu Spiel stärker wird, eine O-Line die trotzdem noch wenig Sacks durchlässt, WR die sich räume schaffen und Trick Spielzüge mit machen und das gut und dazu eines der besten, wenn nicht sogar das beste Backfield der Liga. Trotz all diesen Gegebenheiten schafft es Mayfield nicht sich wohl zu fühlen und hat gefühlt immer noch Angst gesackt zu werden. Doch zu einem Modernen NFL QB gehörtes dazu, dass der QB sich anpasst und alles versucht offen mit der Mannschaft zu kommunizieren. Stefanski hat vor der Saison keine Kapitäns ernannt ich verstehe langsam wieso… . Ich denke halt wenn ein QB diese Fähigkeiten nicht hat, muss man vielleicht doch wirklich mal über Mayfield nach denken, auch wenn es dafür schon fast zu spät ist. Um auch noch was gutes zu sehen aus dem Spiel. Die Defensive. Wie schon erwähnt, sie wird von Spiel zu Spiel besser und es stechen immer mehr gute Junge Defensive Spieler aus ihren Reihen hervor, es muss nur noch Mayfield funktionieren.

News der Woche: In der Woche gab es von den Browns nichts besonderes zu vermelden.

Vorschau: Am nächsten Sonntag geht es um 22:05 Uhr, gegen die Chargers, ja die Chargers die momentan eines der besten Football Teams der Liga sind, ja die Chargers die, die Browns zerreißen könnten wenn sie genauso spielen wie in den letzten Spielen. Ehrlich gesagt ich hab Angst mir das Spiel anzugucken und ich kann wirklich schon fast nur beten, dass Mayfield endlich mal wieder auf den Platz bringt was er wirklich kann. Doch desto trotz freue ich mich auch auf dieses Spiel, eine Generalprobe für unsere Defense und ich freue mich zu sehen wie sie auch diese bis jetzt so gut Offense der Chargers reagieren. Ich bin wie gesagt recht zwiegespalten, wir werden sehen was uns erwartet. Go Brownies🐶.


Pittsburgh Steelers

Rückschau: Die Pittsburgh Steelers verlieren auswärts in Green Bay mit 17:27. Obwohl das erste Viertel noch recht ausgeglichen schien und die Steelers durch einen sehenswerten Touchdown in Führung gingen, war die Niederlage schon frühzeitig besiegelt. Im zweiten Viertel drehte Aaron Rodgers richtig auf und war zwei Touchdown, auf die die Steelers lediglich mit Field Goals antworten konnten. Nach der Halbzeitpause wurde es nicht besser. Während die Steelers scoreless blieben, erzielten die Packers im dritten Viertel 10 Punkte. Dank eines Garbage-time TD sieht das Ergebnis im Nachhinein nicht so klar aus, trotzdem sollten die Alarmglocken im Front Office läuten. Es war wieder eine fruchtbare Vorstellung von Big Ben (26-40, 232 Yards, 1 TD, 1 Int). Man kommt immer mehr der Überzeugung, dass dieses eine Extrajahr vielleicht doch zuviel war für den alternden zweifachen Superbowl-Sieger.

Defensiv gelang den Steelers mehr. Insgesamt drei Sacks, von denen zwei auf das Konto von T.J. Watt gehen, stehen zur Buche. Leider konnte auch sie nicht die Niederlage verhindern.

Die Steelers stehen mit 1-3 auf dem letzten Platz in der Division. Ein sehr ungewohntes Bild für Pittsburgh-Fans.

News der Woche: Chase Claypool könnte nach kurzfristigen Ausfall gegen die Packers nächstes Wochenende gegen die Broncos zurückkehren. Er musste aufgrund einer Oberschenkelverletzung pausieren.

QB Ben Roethlisberger scheint sich mit einer Hüftverletzung zu plagen. Gegen die Broncos wird er trotzdem noch spielen können, laut Mike Tomlin.

Vorschau: Am Sonntag um 19:00 Uhr treffen die Pittsburgh Steelers auf die Denver Broncos (3-1) im heimischen Heinz Field.

Die Broncos, die letzte Woche ihre erste Niederlage erlitten, bangen um ihren Quarterback. QB Teddy Bridgewater musste mit einer Gehirnverletzung im letzten Spiel runter und hat das Concussion Protocol noch nicht verlassen. Sollte Ersatzmann Drew Lock starten, sollte ein Sieg Pflicht sein. Ohne abwertend zu klingen, aber die Denver Broncos sind (leider) verletzungsgeplagt. Dem Team von Vic Fangio fehlt unter Anderem die beiden WR K.J. Hamler und Jerry Jeudy sowie Pass Rusher Nick Chubb. Unsere Defense ist diese Woche in der Pflicht diese angeschlagene Offense auf unter 10 Punkten zu halten. Andernfalls


AFC South


Houston Texans

Rückschau: (tiefes Durchatmen) …Ja wo soll man anfangen…Das Franchise ist 20 Jahre alt…wir verlieren 0:40 gegen die Bills. Etwas Schlimmeres gab es in der Franchisegeschichte nie… zumindest punktetechnisch. In der 2017er 4-12 Saison ging das zweite Spiel gegen die Jaguars 7:45 aus.

Mit 109 offensiven Yards lieferte man den 3. Schlechtesten Wert in der Franchisegeschichte ab. Das sind 101 Yard mehr in der ersten Hälfte. Acht (in Zahlen 8) Yards legte man bis zum Halbzeitpfiff hin.

Am Ende bleibt nur die Frage:

News der Woche: Zwei O Liner wurden vom Practice Squad geholt. C Ryan McCollum geht zu den Lions um unter anderem den Ausfall von C Ryan Ragnow zu kompensieren. T Hjalte Froholdt wurde von den Browns geholt.

Wir holen uns dafür WR Davion Davis vom Browns PS ins aktive Roster.

OL Jake Eldrenkamp und OL Jordan Steckler füllen das PS wieder auf. Steckler war schon in der Pre Season im Team. WR Anthony Miller wurde entlassen.

Zach Cunningham und Ross Blacklock landeten auf der Cov Liste.

Diese Woche sollten die Anhörungen der Opfer des Zivilprozesses starten. Diese werden um 1-2 Wochen verschoben. Grund dafür ist das Watsons Anwalt an einem anderen Fall arbeitet. Alles komisch.

Vorschau: Im nächsten Heimspiel haben wir die Patriots zu Gast. Wir sind klarer Underdog und auf dem Weg uns Pick Nummer 1 zu sichern. Die Pats sahen gegen den Superbowlsieger Tampa garnicht so schlecht aus. Das Spiel ging knapp verloren.

Die Defense der Patriots ist auch garnicht so schlecht. Das wird ein knapperes Spiel, da die Pats nicht so explosiv wie die Bills Offense sein wird.

Eine starke Schwächung könnte die Entlassung All Pro CB Gilmore sein. Zwar nicht spielerisch, da er bisher keinen Snap gespielt hat aber Medial gab es schon erstaunen. Er hat sich von einer Verletzung erholt und nun scheiterten die Verhandlungen um einen Teamfreundlicheren Vertrag.


Indianapolis Colts

Rückschau: Na also, es geht doch. Die Colts gewinnen ihr erstes Saisonspiel 27:17 gegen die gebeutelten Dolphins und sind nun wieder im Rennen um eine miserable AFC South.

Vieles, was in den letzten Wochen kritisiert wurde, konnte besser gemacht werden, einiges war allerdings immernoch schlecht Am Ende bleibt die Sorge, dass du mit solchen Leistungen hin der NFL meistens nicht gewinnst. Zu Gute stehen muss auf jeden Fall, dass die Colts Mo Alie-Cox als Redzone-Threat wiederentdeckt haben.

Was viele Coltsfans schon länger fordern ist nun Realität geworden. Mit seinem prototypischen Basketballkörper musste Wentz ihm beim zweiten TD den Ball nur ins zweite Stockwerk liefern. Der zwei Köpfe kleinere Eric Rowe prallte am Forward der VCU Rams ab wie Muggsy Bogues.

Auch das Run Game zeigte sich wiedererstarkt. Jonathan Taylor erreichte erstmals in dieser Saison die 100-Yard-Marke. Trotz des Ausfalls von Quenton Nelson und Braden Smith. Der Ersatz von ersterem zeigte sogar beim ersten TD den wichtigsten Block.

Für mich eine große Überraschung, aber wenn ein O-Liner nicht auffällt ist es ein solider O-Liner. Quenton Nelson stand in dieser Saison bisher neben sich und muss nun erstmal wieder gesund werden. Er hatte in der Offseason mit der gleichen Fußverletzung wie Wentz zu tun und laborierte zuvor schon mit seinem Rücken.

Zu guter letzt is aber wieder einmal positiv Carson Wentz zu erwähnen. Natürlich wirkt er noch immer nicht bei 100% aber er sah schon deutlich selbstbewusster als letzte Woche aus.

Ich habe eine steile These, die mir während des Spiels eingefallen ist. Vielleicht ist es ganz gut für die Offense, dass Wentz nicht in der Pocket rumrennt wie eine angesengte Sau und sich schneller vom Ball trennt. Während in den ersten beiden Spielen es so wirkte als wäre Wentz ein Fremkörper in der Maschinerie der Offense, so wirkte es in den letzten beiden Spielen viel mehr, dass er ein Teil ebendieser ist.

Bevor wir aber zu den News der Woche kommen müssen wir noch über Frank Reich sprechen. Ich weiß er vertraut bei 4th Down Entscheidungen immer den Statistikern. ABER auch wenn es diesmal gut gegangen ist, mein Herz macht nicht noch einmal einen 4th and inches an der eigenen 27 mit... während man führt...

News der Woche: Hier ist tatsächlich wenig zu berichten. Es gab keine neuen Verletzten am Sonntag, Ryan Kelly hat sich kurz vor Schluss zum Glück nur den Schuh ausgezogen.

Die Colts haben zudem Khalil Davis von den Bucs geclaimed. Der D-Liner war ein beliebtes Ziel auf dem Waiver Wire. Der ehemalige Nebraska-Spieler hat sogar schon einen Meisterschaftsring.

Vorschau: Nun geht es also im MNF Spiel gegen die Ravens. Und das ist natürlich eine heiße Nummer. Wer es nicht weiß: Die Colts waren früher in Baltimore ansässig und zogen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion 1984 nach Indianapolis. Vor allem die alteingesessenen Ravens-Fans nehmen das der Irsay-Familie immernoch (mMn zurecht) übel. Aber das ist ja schließlich auch das was Sport im Allgemeinen so toll macht - echte Emotionen.

Natürlich ist seitdem viel Zeit vergangen... und das neue Team der Stadt hat in diesem Zeitraum einen Titel mehr geholt als die Colts. Das letzte Aufeinandertreffen war letzte Saison, und vermutlich ist die Szene, die im Kopf geblieben ist, ist Philip Rivers beim Tackle:

Bei der 10:24 Niederlage sah es in der ersten Halbzeit aber noch gut aus. Dort führten die Colts 10:7. Die Stärken der Ravens passen extrem zu den Stärken der Colts. Ob die Ravens die Serie von 100 Yards Rushing aufrecht erhalten können bleibt abzuwarten.

Von den letzten 5 Partien konnten die Colts nur eine für sich entscheiden. 2014 führte Andrew Luck das Team zu einem 20:13 Erfolg in Woche 5. Diese Paralelle ist mir tatsächlich erst nach dem Satz aufgefallen. Na da kann ja gar nichts mehr schief gehen.


Jacksonville Jaguars

  • made by Friedrich

Rückschau: Das hätte anders laufen können. Es ist Ende des 2. Viertels, es steht 14:0, die Jaguars haben 4th and Goal 1 yard vor der Endzone. Und dann? Eine verunglückte Run-Pass-Option, Trevor Lawrence' Lauf wird gestoppt. Die Bengals übernehmen und Joe Burrow leitet die Wende ein. Am Ende steht eine vermeidbare 21-24 Niederlage. Der Eindruck der letzten Wochen bestätigt sich: Run Offense und Run Defense sind Stärken; Pass Offense und Pass Defense sind Schwächen. Lawrence wächst stetig, macht aber Fehler und kann die Mannschaft noch nicht alleine tragen. Good news? RB James Robinson kommt immer mehr ins Rollen und die OLine ist trotz Verletzungen jedenfalls im Laufspiel eine Bank. Dazu hat sich Neuzugang TE Dan Arnold gut eingefunden. Der Pfeil zeigt also nach oben, wenn auch nur leicht.

News der Woche: Was macht Urban Meyer denn da? Der konservativ-strenge Coach wurde im Engtanz mit einer Blondine in einer Bar in Ohio gefilmt. Das Video ging viral. Nicht das beste (Vor-)Bild, vor allem, wenn man seinen Quarterback kurz zuvor ermahnt hatte, bei seinem Junggesellenabschied doch bloß vorsichtig zu sein. Es läuft nicht für Urban Meyer. Das bleibt auch Owner Shad Khan nicht verborgen. Der stellt sich zwar hinter Meyer, bringt aber seine Enttäuschung über den Vorfall deutlich zum Ausdruck.

Vorschau: Es geht gegen die Titans. Die waren in der Vergangenheit kein gutes Pflaster. Insbesondere RB Derrick Henry hat den Jaguars regelmäßig Alpträume beschert. Unvergessen, dass Henry letzte Saison mit einem einzigen 99 yard Lauf die komplette Defense lächerlich machte. Aber das Spiel ist auch eine Chance. Mit einem schwachen 2-2 Record führen die Titans die Division an, mit einem Sieg wären die Jaguars in Schlagdistanz. Unmöglich scheint das nicht, denn die Titans sind verletzungsgeplagt und QB Ryan Tannehill hatte nicht den besten Saisonauftakt. Vielleicht die Kehrtwende? Es wäre zu hoffen, denn mit 0-5 bliebe dem Jaguars Fan fast nur noch der Blick auf den nächsten Draft!


Tennessee Titans

Rückschau: diese Newsletter-Ausgabe fällt mir wohl am schwersten.

Aber die Titans mussten sich in Overtime mit 27-24 gegen die Jets geschlagen geben. Ja gegen DIE Jets. In der ersten Hälfte hätte man schon mindestens 2 TDs verbuchen müssen und nicht nur 3 FG. Aber die Kombination aus der schlimmsten Titans O-line überhaupt und der dezimierte WR Corps hat es verhindert. Insgesamt wurde Tannehill an dem Abend 7 mal gesackt. Mit dazu spielt auch, dass sowohl LT Taylor Lewan und G Rodger Saffold im Spiel mit Verletzungen zu kämpfen hatten und einige Minuten ersetzt werden mussten. Diese Inkonstanz begünstigt das logischerweise nicht. Die Receiver waren an sich nicht schlecht, auch wenn sie einige Pässe einfach halten hätten müssen. Aber auch diese kamen nicht verletzungsfrei durch den Abend. WR Josh Reynolds war einige Zeit raus und TE Tommy Hudson der einen Wahnsinns Catch hatte wurde vom Spielfeld gefahren und war komplett out.

Man kann nun einfach nur darauf hoffen, dass sich die Spieler von ihren Verletzungen erholen können und stärker zurückkommen. Ich vermisse die gute O-line aus den letzten Jahren und hoffe auch auf diese Rückkehr.

News der Woche: Die Titans haben OLB John Simon und DL Caraun Reid für den Practice Squad gesigned. Zudem gibt es gute Nachrichten was WR A.J. Brown, OLB Bud Dupree und CB Caleb Farley angeht. Alle drei sind wieder ins Training eingestiegen, wobei aber wohl nur Brown realistisch für das Wochenende ist. Aber auch WR Julio Jones soll gute Chancen haben wieder spielen zu können am Sonntag.

Vorschau: Am Sonntag um 19 Uhr muss man zu den Jaguars. Eigentlich könnte man sagen “das gewinnen wir doch easy” aber genau mit diesem Gedanken bin ich letzte Woche ins Spiel gegangen und… neija wir wissen alle wie das ausging.

Aber ich glaube auch, dass das Team nach letztem Sonntag nicht wieder so einen traurigen Auftritt hinlegen will. Die Defense ist immerhin nicht das größte Sorgenkind bisher. Und schlechter als letzte Woche kann die Offense ja auch nicht spielen oder? Oooodeer? Ich hoffe es zumindest und tippe auf einen Sieg der Titans, denn QB Trevor Lawrence braucht zum Glück noch Zeit um vollständig in der NFL anzukommen.


AFC West


Denver Broncos

Rückschau: Broncos vs Ravens 7-23 | Bilanz: 3-1

Da ist sie da, die erste Niederlage der Saison. Im Spiel gegen die Ravens sah es bis Mitte des zweiten Viertels eng aus, doch dann waren die Broncos ihnen nicht mehr gewachsen.

Die Offense von OC Pat Shurmur wurde von den Ravens und DC Don „Wink“ Martindale ausgecoacht. Nur in wenigen Situationen konnte sich die Broncos Offense entfalten. Die Ravens Defense schaffte es unsere QBs fast dauerhaft unter Druck zu setzen; weiterhin bleibt die OLine ein Problem. Teddy Bridgewater und Drew Lock, der zur Halbzeit ins Spiel kam, da sich TB im Concussion Protocol befand, wurden insgesamt 5-mal gesackt.

Große Kritik an Lock zu äußern wäre übertrieben und auch ungerecht. Er kam in eine schlecht performende Offense mit stark überforderter OLine; fügte sich diesem Leistungsniveau jedoch nahtlos an. Die INT in der Redzone der Ravens, während der „Garbage Time“, war mehr als unnötig.

Rookie RB Javonte Williams lieferte das Highlight des Spiels – zumindest aus Broncos Sicht. Mit seinem 31-Yard Lauf im TD Drive sicherte er sich zudem das „Angry Runs“-Zepter, verliehen von Kyle Brandt (GMFB).

Abgesehen von diesem Lauf konnte sich das Laufspiel der Broncos kaum entfalten. Dabei wirft besonders Fragezeichen auf, warum in der zweiten Halbzeit fast komplett darauf verzichtet worden ist. Lediglich vier Läufe callte Shurmur in Halbzeit zwei [6; 10; 0; -1 Yd].

Die Defense hatte ein Ziel: Verhindere das Lauf-Spiel der Ravens.

Dies ist auch gelungen, blöd nur, wenn die Ravens dafür im Pass Spiel zeigen, was in ihnen steckt. Anfangs noch von ein paar Drops geplagt konnte QB Lamar Jackson zeigen, dass er mehr ist als nur ein „werfender Runningback“. Am Ende standen die Ravens mit 316 Pass Yds dar.

Das Defensive Backfield, das eigentliche Prunkstück der Broncos, hatte ebenfalls einen schlechten Tag erwischt, wie eigentlich das ganze Team. Lichtblick war Rookie S Caden Sterns. In Blitz-Situationen schaffte er es zweimal Jackson zu sacken. OLB Von Miller gelang es seine Sack-Serie auszubauen, jedoch diesmal mit „nur“ einem halben Sack, den er sich mit McTelvin Agim teilt.

Randnotiz: Nach dem Spiel zeigte sich HC Vic Fangio sehr erzürnt über die Entscheidung der Ravens in ihrem letzten Play (3 Sek Restspielzeit) statt die gängige Victory-Formation einen Laufspielzug durchzuführen. Damit konnten die Ravens 100 Rush-Yards knacken und einen NFL-Rekord einstellen (s. Ravens Artikel oben). Meine Meinung dazu: Sich darüber aufzuregen ist das falsche Zeichen. Erstmal sollte bei sich selbst nach Fehlern gesucht werden, da gab es an diesem Tag genug, um den Überblick zu verlieren. Lass die Ravens doch den Rekord jagen, ist nicht unser Business!

Special Teams haben auch mal wieder „geliefert“. Danke Tom McMahon!!!! 🙃
P Sam Martin hatte einen ereignisreichen Arbeitstag. Gleich 10 (!) mal durfte er seiner Hauptaufgabe nachgehen. Lediglich in zwei Drives wurde er nicht gebraucht. Katastrophal!

Fazit: Wie zu Beginn beschrieben war es diese Woche eigentlich eine Nicht-Leistung des gesamten Teams. Was anfangs noch nach einem engen ermüdenden Kampf beider Teams aussah, wandelte sich in eine Machtdemonstration der Ravens. Sie vermittelten den Eindruck, dass sobald sie wollen, sie auch liefern können, und den Broncos nur das Nachsehen bleibt.

Die Devise muss nun heißen: Mundabwischen, vergessen, weitermachen!

Auch diese Woche gibt es unsere Analyse ausführlicher auf unseren Kanälen für Euch!
(z.B.: https://www.youtube.com/channel/UCrfuTESG1ccuf6Yrf3lCjEA/featured)

News der Woche: Auch nach dem vierten Spiel reihen sich wieder prominente Namen auf dem Injury Report ein:

- QB Teddy Bridgewater befindet sich zurzeit im Concussion Protocol. In der Zwischenzeit wird Drew Lock mit den Startern trainieren und wohlmöglich auch gegen die Steelers starten.

- KR/PR/WR Diontae Spencer & CB Pat Surtain II mussten beide mit einer Brustverletzung das Spiel gegen die Ravens frühzeitig abbrechen. Sie sind „day-to-day“.

Wir wünschen allen Verletzten beste Genesungswünsche!

Erneut gibt es einige Rochaden im Practice Squad der Broncos. Verpflichtet wurden ILB Avery Williams & WR Josh Malone. Sie nehmen die Plätze von CB Rojesterman Farris & G/C Harry Cider ein. Farris & Cider durften nur kurze Zeit bei den Broncos verbringen.

Für ihre weiteren Stationen wünschen wir viel Erfolg.

Vorschau: Es gilt sich von diesem zeitweise Totalausfall zu erholen. Gegen struggelnde Steelers dürfte sich die Chance bieten zurück auf die Erfolgspur zu kommen.

Das größte Fragezeichen vorm Duell in Pittsburgh ist die QB-Position. Kann Teddy Bridgewater spielen, oder sitzt er weiterhin im Concussion Protocol fest, sodass Drew Lock starten darf? OG Dalton Risner zeigt sich optimistisch, dass er wieder zur Verfügung stehen wird. TJ Watt und Co haben das Potenzial die OLine wieder bis an die Leistungsgrenze zu bringen, hoffentlich hält sie diesmal besser. Die Broncos Defense hingegen muss auch zurück zur Leistungsstärke finden, dies dürfte gegen die Steelers gelingen.

Das jetzt schon positive an dem Spiel: es findet um 19:00 Uhr deutscher Zeit statt.


Kansas City Chiefs

Rückschau: Chiefs 42 - 30 Eagles. 2-2.

In einem Spiel, bei dem die Defense zwar sehr anfällig war aber immerhin bei drei Redzone-Drives nur Field Goals zuliess, konnte die Offense enorm überzeugen.

Einzig und allein die Intercepion in die Tripple Coverage zu Kelce bei 3rd Down befleckete die ansonsten makellose Leistung der Offense.

Mahomes komplettierte 80% seiner Pässe und warf fünf Touchdowns, Clyde Edwards-Helaire konnte mit back-to-back 100 Yards Games die Defense etwas öffnen und davon profitierte Tyreek Hill mit 186 Yards und drei Touchdowns.

Jeder Drive (abgesehen von der Interception) endete in einem Touchdown, was eine wahnsinns Bilanz ist.

News der Woche: Head Coach Andy Reid ist der erste Coach in der Geschichte der NFL, der mit zwei verschiedenen Franchises 100+ Siege zu verbuchen hat. Ich gratuliere herzlich!

An der Spielerfront wurde Wide Receiver Josh Gordon vom Practice Squad in den 53-men-roster berufen, einem Einsatz am Sonntag steht somit nichts mehr im Weg. Zudem trainierte LB Willie Gay Jr. am Mittwoch das erste Mal wieder mit dem Team. Er darf von der IR zurückkehren und könnte am Sonntag ebenfalls wieder zum Team stossen.

CB Rashad Fenton ist weiterhin im Concussion protocol und wird das Spiel voraussichtlich verpassen. Auch DE Frank Clark (hamstring) und Cornerback Chavarius Ward (hip) sind fraglich für Sonntag.

Vorschau: Im Primetime Game treffen die Chiefs am Sonntag auf die Buffalo Bills, die einen Rekord von 3-1 vorzuweisen haben. In zwei der drei Spiele konnte die Defense den Gegner bei null (!) Punkten halten, was in der NFL enorm schwer ist. Trotzdem muss sich die Offense vor dieser Defense nicht verstecken, den in den letzten Jahren funktionierte das Scoren gegen die Bills ganz gut. Die Bills werden auf das Revenge-Game für die Playoffniederlage im letzten Jahr hoffen, was die Chiefs natürlich verhindern wollen. Ich erwarte Double Coverage für Travis Kelce und vielleicht sogar für Tyreek Hill, was aber enorme Räume für Clyde Edwards-Helaire und auch für Neuankömmling Josh Gordon öffnen wird.

Letztes Jahr versuchten die Bills in der Regular Season die Chiefs zum Laufen des Balles zu zwingen, was ordentlich schief gelaufen ist (CEH mit 26 Carries für 161 Yards, insgesamt fast 250 Rushing Yards). In den Playoffs passten die Bills ihren Gameplan an und prompt war Mahomes für 325 Yards und 3 Touchdowns.

In der Defense wird es enorm wichtig sein, dass wie gegen die Eagles ab und an ein Drive der Bills gestoppt werden kann. Nebst Diggs werden TE Dawson Knox und WR Emmanuel Sanders einiges an Targets sehen.

Ich glaube an ein High Scoring Game mit über 60 Punkten, wobei die Chiefs am Ende mit mehr Punkten dastehen werden.


Las Vegas Raiders

  • made by Lukas

Rückschau: In einem denkwürdigen Spiel erleiden die Raiders die erste Niederlage der Saison. In Los Angeles verloren sie gegen die Chargers. Trotz heimischen Publikum kam die Offense die gesamte erste Hälfte nicht ins Spiel. Die Defense konnte aber auch die Chargers Offense immer wieder stoppen und hielt die Raiders weitestgehend im Spiel. Mit "nur" 0:21 ging es dann in die Pause. In der zweiten Hälfte kam die Offense halbwegs in Rhythmus. Aber überzeugen konnte sie trotzdem nicht und vor allem die O Line sah wirklich schwach aus. Am Ende verliert Las Vegas verdient nach der schwächsten Leistungen seit langem.

News der Woche: Mit Mullen, Hobbs, Hayward und Arnette könnten vier von fünf Cornerbacks am Sonntag fehlen oder angeschlagen sein. CB Brandon Facyson wurde vom Practices Squad der Chargers geholt.

Vorschau: Im nächsten Spiel geht es für die Raiders gegen die Bears. Raiders und Bears - ein Name fällt den meisten direkt ein. Khalil Mack. Der Pass Rusher wird zum ersten mal nach Las Vegas kommen und trifft auf Rookie Right Tackle Alex Leatherwood. Da muss die O Line besser abliefern. Auch die Defense muss ein gutes Spiel zeigen und Justin Fields möglichst zum Passen zwingen. Es wird wahrscheinlich wieder sehr spannend werden.


Los Angeles Chargers

Rückschau: Mit 28-14 siegten die Chargers im Monday Night Game gegen die Las Vegas Raiders und konnten somit den zweiten Sieg in Folge gegen die starke Konkurrenz aus der AFC West einfahren. Die Defense spielte wieder auf einem sehr hohen Niveau und hielt die Raiders bei nur 14 Punkten und 213 total Yards, was jeweils ein Saisontiefstwert für Las Vegas darstellte. Nachdem man zur Halbzeit mit 21-0 führte, kamen die Raiders noch einmal auf bis zu 7 Punkte heran. Doch ein TD-Run von Austin Ekeler, der mit 117 Rushing Yards und 28 Receiving Yards und jeweils einem Touchdown bester Spieler der Chargers war, sicherte den Sieg.

News der Woche: Linebacker Kenneth Murray und Defensive Lineman Justin Jones wurden beide auf die Injured Reserve Liste gesetzt. Drue Tranquill startete neben Kyzir White auf Linebacker und konnte dabei sehr überzeugen. Murray wird jedoch vor allem in der Verteidigung des Runs fehlen.

Vorschau: Am Sonntagabend (22:05 Uhr) geht es gegen die Cleveland Browns (3-1). Die Browns setzten sich in einem defensiv geprägten Spiel gegen die Vikings durch. Cleveland überzeugt vor allem durch ein sehr gut designtes Rungame. Nick Chubb und Kareem Hunt werden der Chargers Front einige Probleme bereiten können. Auf der anderen Seite ist sowohl der Passrush als auch die Secondary der Browns sehr stark, sodass das Spiel ein richtungsweisendes für die Chargers Offensive Line und Justin Herbert werden könnte. Der Gewinner wird sich in der Spitzengruppe der AFC festsetzen.


NFC East


Dallas Cowboys

Rückschau: Mit dem 36:28 Sieg gegen die bis zu diesem Spiel ungeschlagenen Carolina Panthers haben die Cowboys ihren Playoff-Anspruch in Woche vier eindrucksvoll unterstrichen. Nachdem direkt das erste Play direkt in einem Sack für Dak Prescott endete und er den Ball nur unter massivem Druck loswurde, fing sich die Offensive Line im Laufe des Spiels immer mehr und dominierte gegen Ende des Spiels die zum Zeitpunkt des Spiels an Nummer eins gelistete Defensive der Liga!  

Mit einem Punkt Rückstand ging es für die Cowboys in die Halbzeit, nachdem man nach einem Touchdown mit einem Zweipunkte-Versuch gescheitert war. Mit einem dritten Viertel, in dem die Cowboys 20 Punkte erzielten, drehten sie das Spiel und konnten sich dann auch erlauben mit Gregory und Diggs zwei angeschlagene Spieler zu schonen. 

Dak Prescott musste in diesem Spiel nur 188 Yards werfen, erzielte damit aber ganze vier Touchdowns. Dies war vor allem auch der Fall, da Star-Runningback Ezekiel Elliott pro Lauf 7,2 Yards Raumgewinn machte und über 140 Yards insgesammt erlief.  

News der Woche: Mit seinen zwei Interceptions im Spiel gegen die Panthers hält Cornerback Trevon Diggs seine Serie an Spielen mit Interceptions am Leben und befindet sich nun in illustrer Gesellschaft. Denn mit vier Spielen am Stück mit mindestens einer Interception ist Diggs nun der vierte Spieler in der Geschichte der Dallas Cowboys, dem diese Leistung gelang. Auch führt er mit bereits fünf Interceptions in der Saison die Liga in dieser Statistik an. Das letzte Mal, dass ein Spieler der Dallas Cowboys mehr als fünf Interceptions in einer Saison fing, war im Jahr 2007, als Anthony Henry sechs Interceptions gelangen. Trevon Diggs wurde auch zum NFC Defensive Player of the Week ernannt. 

Die wohl überraschendste Nachricht für Fans der Dallas Cowboys ist, dass man Linebacker Jaylon Smith entlassen hat. Smith, dessen NFL Karriere eigentlich schon ein Märchen ist, wurde 2016 trotz einer schweren Knieverletzung von den Cowboys in der zweiten Runde gedraftet. 2018 spielte er auf sehr gutem Niveau und wurde sogar zum Pro Bowler. Doch im Laufe der Zeit wurde das Level seines Spiels immer schwächer und die Kritik an Smith, der zwischenzeitlich einen hochdotierten Vertrag unterschrieben hatte, wurde immer lauter. Nachdem man in diesem Jahr viel in die Positionsgruppe der Linebacker investiert hat und Smith auf akzeptablem Niveau spielte, war die Entlassung trotz seiner relativ niedrigen Anzahl an Snaps nicht wirklich absehbar. Da jedoch Keanu Neal von der Covid-Liste kommt und man es trotz Anstrengungen nicht geschafft hat, Smith zu traden, musste man einen Kaderplatz frei bekommen und so wurde der Veteran Smith zum Free Agent. Wie so oft, bei überraschenden Rosterveränderungen, kommen immer wieder kleine Informationen an die Öffentlichkeit.

Vorschau: Am Sonntag um 22:25 Uhr heißt es wieder mal Division-Gameday! Die New York Giants kommen nach Texas, um das Tor zur Divison wieder ein kleines Bisschen weiter aufzustoßen. Die Themenvorschläge für die Presse schreiben sich fast von allein. Es ist die Paarung auf dem Feld, bei dem sich Dak Prescott letztes Jahr so schwer verletzte. Es ist die erneute Rückkehr von Jason Garrett, dem ehemaligen Head Coach der Cowboys und aktuellem Offensive Coordinator der Giants, ins AT&T Stadium. Und natürlich müssen die Cowboys weiterhin zeigen, dass dieser momentane Aufschwung keine Luftnummer ist, sondern, dass sie gegen vermeitlich schwächere Teams auch wie Favoriten auftreten können.  

Wer wird gewinnen, der NFC Offensive Player of the Week oder der NFC Defensive Player of the Week? 


New York Giants

Rückschau: Upset Alert

Sonntag waren die Giants bei den Saints zu Gast. Dabei standen die Vorzeichen nicht gerade auf Sieg. Mit Wide Receiver Sterling Shepard und Darius Slayton fehlten offensive zwei Schlüsselspieler. Defensive fehlte Captain und Playcaller Linebacker Blake Martinez.

Trotz dieser Ausfälle schaffte es besonders die Offense den Ball zu bewegen. Quarterback Daniel Jones warf zwei 50+ Yard Touchdowns und spielte beinahe fehlerlos. Die Offensive Line, besonders Left Tackle Andrew Thomas, hatte ebenfalls einen guten Tag erwischt und ließen keinen Sack gegen eine gute Saints Defense zu.

Defensive konnte man, wie erwartet, die Saints Offense nicht komplett in Zaun halten. Mehr nach dem Sprichwort “bend but don’t brake”. Lediglich ein Turnover konnte man erzwingen.

Final gewinnen die Giants 27-21 in Overtime gegen die Saints. Dabei erzielte Running Back Saquon Barkley den finalen Touchdown der das Spiel beendete.

News der Woche: Verletzungsupdates gibt es keine großen. Es ist wohl sehr wahrscheinlich das Shepard und Slayton auch diese Woche noch ausfallen. Die größte News War, dass Daniel Jones Offensive Player of the Week geworden ist!

Vorschau: Es geht gegen Jerry Jones

Sonntag um 22:25 Uhr sind die Giants bei den Cowboys zu Gast. Wie jedes Duell zwischen den beiden Parteien wird dieses auch wieder ernst hergehen. Dallas geht als doch rech klarer Favorit in das Spiel, da besonders deren Defense überperformt. Es wird also spannende sein ob Daniel Jones und seine Giants zwei Wochen in Folge den Upset schaffen können!


Philadelphia Eagles

Rückschau: Gegen die Kansas City Chiefs gab es eine zu erwartende Niederlage, bei der die Eagles zumindest offensiv zeitweise paroli bieten konnten. Das Offensivspiel war deutlich verbessert, traf aber auch auf eine sehr wacklige Defensive. Dennoch, in gewissen Bereichen war eine Steigerung klar erkennbar. Sehr bitter waren einmal mehr die vielen Strafen, die den Eagles gleich zwei Touchdowns gekostet haben. Darauf folgten nur Field Goals - etwas das gegen eine offensive Powermaschine wie die Chiefs einfach nicht reicht. Denn die Eagles-Defense war erneut in einer sehr schwachen Verfassung. Vor allem Tyreek Hill hatte mit 3 TDs und 186 Yards einen Sahnetag, zerstörte die Eagles im vierten Quarter fast im Alleingang. Ansonsten bestehen weiterehin kritische Probleme, die sich seit langem durch die Franchise ziehen: Jedes 3rd Down ist quasi ein neues 1st Down und bei den Linebackern sieht es noch schlechter aus als vergangenes Jahr unter Jim Schwartz.

News der Woche: Wie schlagen sich eigentlich die Neuzugänge? Nicht gut. Vor allem die beiden namhaften Neuzugänge von den Minnesota Vikings fallen negativ auf. Eric Wilson ist bisher ein kompletter Fehlgriff, unter 81 bewerteten Linebackern bei Pro Football Focus belegt Wilson welchen Platz? 81! Ach Safety Anthony Harris enttäuscht, belegt unter den Safeties Platz 72 von 82. Seine Zeit ist wohl genauso vorbei wie die von Ryan Kerrigan (96 von 106 DEs), der aber nur als Roationsspieler eingeplant war. Die einzige positive Verpflichtung mit großem Namen ist bisher Steven Nelson. Er hat auf der lange problematischen zweiten Cornerback-Position Stabilität reinbringen können.

Vorschau: Die Eagles treffen am Sontnag um 19 Uhr auf die Carolina Panthers, welche sich vergangenes Wochenende die erste Saisonniederlage eingefangen haben. Die Panthers können vermutlich wieder auf ihren Star-RB Christian McCaffrey zurückgreifen. Die Eagles hoffen derweil auf eine Rückkehr von Jordan Mailata. Der Australier hatte einen super Saisonstart, fehlte aber in den vergangenen beiden Spielen. Auch Lane Johnson könnte zurückkehren, nachdem er gegen die Chiefs aus persönlichen Gründen fehlte.


Washington Football Team

Rückschau: Washington at Falcons hieß das Matchup in Woche 4, dieses gewann das Football Team knapp mit 34-30. Dabei sah die Offense über weite Teile gut aus, die Defense hingegen wieder miserabel. Alles startete wie immer, sprich das Football Team schlecht. Sie lagen schnell 0-10 hinten. Konnten dann aber mit mit zwei Touchdowns antworten. Ein kurzer Lauf von Gibson und ein tiefer Pass auf McLaurin.

Trotzdem ging es mit einem 13-17 Rückstand in die Halbzeit. Doch die zweite Halbzeit ging dann fulminant los, DeAndre Carter stelle den Washington Rekord für Yards bei einem Return TD ein und teilt sich diesen jetzt mit Brian Mitchell.

Anschließend ging das Spiel mit Scores hin und her, Cordarelle Petterson erzielte dabei seinen 3. TD. Ein Drive der Falcons wurde wegen einer roughing the passer Strafe gegen Chase Young am Leben gehalten. Diese wurde kontrovers diskutiert, zu Recht.

trotz des daraus resultierenden TD konnte Washington mit zwei Tds das Spiel kurz vor Schluss noch drehen. Dabei kam es zu einem überragenden Play von J.D. McKissic.

Während des Spieles haben 6! Washington Spieler das Feld verletzt verlassen müssen. Brandon Scherff wird 2-3 Wochen fehlen, Logan Thomas wurde auf IR gesetzt und fehlt damit mindestens 3 Wochen. Torry McTyer und Jon Bostic fallen für die gesamte Saison aus. Außerdem haben Dyami Brown und Cam Sims das Spiel verlassen müssen.Hier der Injury Report:

Auch die Defense war wieder ein Thema, dass man ansprechen muss. Blown Coverages, missed Tackles all die Undiszipliniertheiten die schon Thema in Woche 1-3 waren. Collins hatte ein missed Tackle bei Fullspeed, der zu einem Touchdown von Patterson führte. Die Defensive Line spielte besser, dennoch sollte da noch Luft nach oben sein.

News der Woche: Neben dem Feld ging es in Ashburn diese Woche heiß her. Die DEA hat die Team Facilities durchsucht. Hintergrund dazu soll eine Ermittlung gegen den Chef Athletic Trainer Ryan Vermillion. Die Ermittlungen haben laut Aussage der Franchise nichts mit dem Team zu tun. Dennoch hat sich die NFLPA eingeschaltet und eine Stellungnahme dazu verlangt. Da es sich um die DEA handelt, geht es dabei wohl um Drogen. Die Durchsuchung war am Freitag Nachmittag, zu dieser Zeit sind die Facilities fast leer. Weitere Informationen gibt es derzeit nicht.

Vorschau: Am Sonntag geht es zu Hause um 19 Uhr gegen die Saints. Favorit für das Spiel sind die Saints mit 1.5 Punkte. Sprich wieder sehr knapp. Washington hat jetzt bis zur Bye Week in Woche 9 nur noch starke Matchups mit den Saints, Chiefs, Packers und Broncos. Wenn man weiter um die Division mitspielen möchte, muss Washington 2 dieser 4 Spiele gewinnen, daher wäre ein Sieg gegen die Saints wohl wichtig, da man diese wohl schwächer sehen kann als die Chief und die Packers. Wie man oben im Injury Report sehen kann, könnten bei den Saints in der OL McCoy und Armstead ausfallen. Sollte dies der Fall sein, gibt das Washington die Chance die LOS mit beiden Line zu dominieren. Es sollte bekannt sein, dass Winston unter Druck immer wieder mal Fehler macht. Die Saints Defense gehört bis jetzt diese Saison zu den Besseren. Dennoch hat Washington diese Saison eine der bessten OL. Trotzdem des Ausfalls von Scherff sollte diese weiter gut sein, da Schweitzer guter Ersatz ist. Hier mal eine Statistik dazu:

Sollte Washington es tatsächlich schaffen, mit beiden Lines die LOS zu dominieren und das Laufspiel vernünftig aufziehen können, können sie das Spiel gewinnen. Heinicke kann sich in diesem Matchup nicht weiter blind auf McLaurin verlassen, da dieser wohl von Lattimore gecovert wird, denn dieser hat am Mittwoch wieder voll trainiert. Wichtig wird auch sein, ob Curtis Samuel wieder wichtige Catches machen kann um die Offense am Leben zu halten. Ich hoffe auf ein spannendes Spiel mit einem guten Ausgang für uns!


NFC North


Chicago Bears

  • made by Jan

Rückschau: Bears siegen souverän gegen die Lions mit 24:14. Warum haben wir mehr als 20 Punkte erzielt werden sich einige Fragen und die Antwort ist klar, Nagy hat das Playcalling an OC Lazor abgegeben und schon sieht es besser aus. Fields mit einem super Spiel und über 200 yards bei nur 11 angebrachten Pässen zeigt wie aggresiv aber auch sehr akkurat er den Ball tief geworfen hat und des öfteren unseren Speedster Mooney getroffen hat welcher am Ende auf 125 Yards kamm, was seine persönliche Bestleistung in der NFL ist. Seine Interception war ein getippter Ball was also weniger sein Verschulden war. Wir warten jetzt alle sehnsüchtig auf seinen ersten NFL Touchdown. Spieler des Spiels war aber Montgomery mit über 100 yards erlaufen und 2 Touchdowns und fast jeder seine Läufe ist durch seine Leidenschaft geprägt wodurch er immer paar Yards extra generiert. Leider musste er verletzt vom Platz. Wir hoffen, dass es nix schlimmeres ist. Die Oline hatte auch ein gutes Spiel und hat aus seinen Fehlern aus der letzten Woche gelernt.

Die Defensive war wie immer sehr stark und hat wie des öfteren dieses Jahr vor allem bei vierten Versuchen stand gehalten. Besonders hervorheben ist unser PassRush mit Quinn und Mack. Beide sammeln Sacks wie Eichhörnchen und Spielen Bärenstark. Mack hat sogar angeschlagen gespielt und war ein Monster. Seine Vertretung Trevis Gibson hatte ebenfalls ein starkes Spiel mit einem Sack und zwei TFL. Ebenfalls hervorzuheben sind unsere beiden Inside Linebacker Smith und Qgletree. Beide mit einer starken Leistung und Smith zeigt wie jede Woche warum er ein top drei Spieler auf seiner Position ist.

News der Woche: Matt Nagy hat das Playcalling abgegeben und an unseren OC Bill Lazor übergeben. Und wie schon im letzten Jahr trägt es Früchte. Nagy behauptet zwar, dass alles was in der Offensive passiert immernoch über ihn geht aber man merkt direkt ein Unterschied. Nagy kann weiterhin der Motivator bleiben, weil das kann er am Besten. Ausserdem gibt es leichte Entwarnung bei Monty. Es soll wohl kein struktureller Schaden im Knie entstanden sein, es kann aber trotzdem sein, dass er für paar Spiele aussetzen muss. 

Vorschau: Als nächstes muss Chicago nach LasVegas welche selbstverständlich als Favorite ins Spiel gehen. Las Vegas hat bis jetzt eine Top 3 Offensive und wird schwer zu stoppen sein. Der Schlüssel zu einem Sieg wäre ein Khalil Mack Revange game gegen seinen alten Arbeitgeber und wie diese Woche ein funktionieres Laufspiel um die Raiders Offensive auf der Bank zu lassen. Meine Vorhersage Bears verlieren  21:27


Detroit Lions

Rückschau: Die Green Bay Packers schlagen die Pittsburgh Steelers mit 27-17 und stehen nach der Auftaktniederlage jetzt 3-1 in der 2021er NFL-Saison.

Maßgeblich dazu bei trug Randall Cobb: Der vor der Saison zurückgeholte, und vielerorts als Rodgers-Maskottchen verschriene, Wide Receiver feierte mit zwei Touchdowns sowie mindestens einem weiteren wichtigen Catch seine endgültige Rückkehr ins Lambeau Field.

Auf der anderen Seite des Balles zeigte sich erneut, dass die Offense der Steelers dieses Jahr alles andere als rund läuft. So dominierten die Packers das Spiel über weite Strecken und fuhren insgesamt einen ungefährdeten Sieg im Re-Match von Super Bowl XLV ein.

News der Woche: Trotz des Sieges gegen Pittsburgh gingen viele Verantwortliche und Fans der Packers mit Sorgenfalten aus der Partie, denn Star-Cornerback Jaire Alexander verletzte sich im Spiel an der Schulter und konnte die Partie nicht fortsetzen. Im Raum steht, dass die Verletzung seine Saison frühzeitig beenden könnte. Angaben der Packers zufolge sollen am heutigen Mittwoch (Tag des Redaktionsschlusses) weitere Informationen zu Alexanders Situation bekanntgegeben werden. Ihr solltet also bei Veröffentlichung des Newsletters bereits schlauer sein als ich 😊.

Sollte Alexander tatsächlich für den Rest der Saison ausfallen, wäre neben Za’Darius Smith der zweite Topspieler der Packers Defense langfristig raus. Dies käme einer erheblichen Schwächung der Defense gleich. So sieht es auch Jo von den Packers Germany ⬇️

Vorschau: Auf die Packers wartet am kommenden Sonntag um 19 Uhr MEZ der nächste Gegner aus der AFC North: die Cincinnati Bengals. Diese kommen gerade aus einer Mini-Bye-Week, da sie ihr Spiel in Woche bereits am Donnerstag bestritten und dabei die Jacksonville Jaguars mit 24-21 besiegten.

Insgesamt starteten die Bengals genau wie die Packers mit einer 3-1 Bilanz in die Saison und vor allem das alte LSU-Duo Joe Burrow und Ja’Marr Chase hat seine alte Connection vom College schnell wiedergefunden.

Beide Offensiven sind dieses Jahr die Motoren der jeweiligen Teams und wenn nun die Verletzungssorgen auf Seiten der Packers D noch größer werden, sollte man sich auch in diesem Spiel wieder über Punkte auf beiden Seiten freuen dürfen.

Aus Sicht der Packers kann man dann nur hoffen, dass Rodgers und Co. erneut das letzte Wörtchen in einem Shootout zu sagen haben werden.


Green Bay Packers

  • made by David

Rückschau: Die Green Bay Packers schlagen die Pittsburgh Steelers mit 27-17 und stehen nach der Auftaktniederlage jetzt 3-1 in der 2021er NFL-Saison.

Maßgeblich dazu bei trug Randall Cobb: Der vor der Saison zurückgeholte, und vielerorts als Rodgers-Maskottchen verschriene, Wide Receiver feierte mit zwei Touchdowns sowie mindestens einem weiteren wichtigen Catch seine endgültige Rückkehr ins Lambeau Field.

Auf der anderen Seite des Balles zeigte sich erneut, dass die Offense der Steelers dieses Jahr alles andere als rund läuft. So dominierten die Packers das Spiel über weite Strecken und fuhren insgesamt einen ungefährdeten Sieg im Re-Match von Super Bowl XLV ein.

News der Woche: Trotz des Sieges gegen Pittsburgh gingen viele Verantwortliche und Fans der Packers mit Sorgenfalten aus der Partie, denn Star-Cornerback Jaire Alexander verletzte sich im Spiel an der Schulter und konnte die Partie nicht fortsetzen. Im Raum steht, dass die Verletzung seine Saison frühzeitig beenden könnte. Angaben der Packers zufolge sollen am heutigen Mittwoch (Tag des Redaktionsschlusses) weitere Informationen zu Alexanders Situation bekanntgegeben werden. Ihr solltet also bei Veröffentlichung des Newsletters bereits schlauer sein als ich 😊.

Sollte Alexander tatsächlich für den Rest der Saison ausfallen, wäre neben Za’Darius Smith der zweite Topspieler der Packers Defense langfristig raus. Dies käme einer erheblichen Schwächung der Defense gleich.

Vorschau: Auf die Packers wartet am kommenden Sonntag um 19 Uhr MEZ der nächste Gegner aus der AFC North: die Cincinnati Bengals. Diese kommen gerade aus einer Mini-Bye-Week, da sie ihr Spiel in Woche bereits am Donnerstag bestritten und dabei die Jacksonville Jaguars mit 24-21 besiegten.

Insgesamt starteten die Bengals genau wie die Packers mit einer 3-1 Bilanz in die Saison und vor allem das alte LSU-Duo Joe Burrow und Ja’Marr Chase hat seine alte Connection vom College schnell wiedergefunden.

Beide Offensiven sind dieses Jahr die Motoren der jeweiligen Teams und wenn nun die Verletzungssorgen auf Seiten der Packers D noch größer werden, sollte man sich auch in diesem Spiel wieder über Punkte auf beiden Seiten freuen dürfen.

Aus Sicht der Packers kann man dann nur hoffen, dass Rodgers und Co. erneut das letzte Wörtchen in einem Shootout zu sagen haben werden.


Minnesota Vikings

Rückschau: „Und es geht schon wieder los…“ Nachdem die Vikings im Passblocken von Woche zu Woche besser geworden sind, wurde man gegen die Browns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. RG Udoh und LT Hill wurden regelrecht vernichtet und haben 8 bzw. 10 Pressures zugelassen. Cousins stand bei 45 Passversuchen 29 unter Druck und hat das nicht gut verkraftet. In der Defense sah es aber nicht viel besser aus. Auch wenn man nur 14 Punkte zugelassen hat, war es alles andere als stabil. Wieder hat eine wacklige Run Defense, als auch Coverage nicht dafür sorgen können, dass der Gegner gestoppt wird.

News der Woche: Die größte Nachricht ist sicherlich, dass Harrison Hand und Cameron Dantzler positiv auf Corona getestet wurden und nun auf die Covid Liste gesetzt werden. Bei Dantzler ist jedoch noch unklar wie lange er dortbleiben wird, denn er ist durchgeimpft und sollte dementsprechend schnell wieder fit werden. Sobald er 2 negative Tests innerhalb von 24 Stunden vorweisen kann, darf er wieder zum Team dazustoßen.

Vorschau: Nun geht es gegen die Lions nach Detroit. Eigentlich sollten die Vikings trotz der durchwachsenen Saison der Favorit sein, denn tatsächlich sind die Lions wie erwartet eines der schwächsten Teams der Liga. Trotz allem darf ein Division Rivale nicht unterschätzt werden, zumal die Vikings selbst keine Galaform haben aktuell. Ausfälle auf beiden Seiten dürften für ein mögliches enges Spiel sorgen, in welchem die Vikings aller Probleme zum trotz das bessere Roster stellen und dementsprechend gewinnen sollten. Dies ist für die Lions aber auch alles andere als schlimm, denn sie befinden sich im Rebuild und können so ihre Chancen auf ein Top QB Prospect im nächsten Draft erhöhen.


NFC South


Atlanta Falcons

Rückschau: War es fehlender Mut oder Klasse? Es sah lange Zeit nach einem Sieg aus und viele Fehler und schlechtes Playcalling haben dann zur Niederlage geführt. Bitter und schade, aber Kopf hoch und weitermachen. Wie immer im Leben. Beschweren darf man sich immer, aber man kann sich nur durch Taten verbessern.

Leider hat unsere Defense gegenüber der letzten Woche stark abgenommen. So konnte zwar Erik Harris begeistern, Terrell und Jarrett ihre normalen Leistungen abrufen, aber der Rest lies zu wünschen übrig. Das muss sich bessern. Die Disziplin muss weiterhin erhalten bleiben. So kann man auf jeden Fall die Kurve bekommen.

Die Offense hat einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Ryan hatte ein extrem gutes Spiel und wurde für seine Leistungen in Woche 4 als bester QB von PFF gegraded. Hoffen wir, dass Ryan weiterhin auf diesem Niveau spielt und uns noch paar Siege schenkt.

Größte Enttäuschung im Spiel gegen das WFT war Calvin Ridley. So talentiert dieser Mann auch ist, umso höher ist die Enttäuschung, wenn er einen Ball fallen lässt. Und das passiert in der letzten Zeit leider viel häufiger. Ridley scheint eine Angst gegen Hits zu haben, die er aber abwerfen muss. Er hält seine eignen Leistungen leider damit nur zurück. Und schlussendlich auch die Leistungen vom Team.


Carolina Panthers

Rückschau: Man muss sich den Dallas Cowboys leider mit 36 zu 28 geschlagen geben.

QB Sam Darnold lief zwar wieder für einen TD (und führt damit aktuell die Liga an mit 5 Rushing TDs an) und konnte auch 301 Yards werfen, fing sich aber auch 2 INT ein. Positiv zu sehen war aber die Verbindung zu DJ Moore. Das schaut man sich einfach gern ein. Insgesamt waren die Cowboys aber einfach effizienter und hatten einen wirklich guten Tag als Team erwischt.

News der Woche: WOW - die Panthers traden für Stephan Gilmore nachdem die Patriots bekannt gaben, dass sie ihn entlassen wollen. Sie geben einen 2023 sixth round Pick nach New England

Vorschau: Am Sonntag trifft man um 19 Uhr auf die Philadelphia Eagles.

Ein Spiel was man definitiv gewinnen kann. Denn auch wenn die Eagles Offense gefährlich wirken kann durch ihre Big Plays fehlt ihnen die Base Line. Wenn die Secondary der Panthers also ihre Arbeit erledigt sollte die Offense keine riesige Gefahr darstellen. Die Eagles Defense ist definitiv auch zu bezwingen.


New Orleans Saints

Rückschau: In der Overtime verloren die Saints am letzten Sonntag im Superdome gegen die New York Giants mit 27-21. Das Ganze war nur sehr schwer erträglich für Saints Fans, denn in der zweiten Halbzeit, als das Spiel unter Kontrolle schien, brach die Defense ein und erlaubte einige lange Pässe und kontinuierliche Drives. Besonders Rookie Cornerback Paulson Adebo hatte sichtlich Schwierigkeiten in seinen Matchups und gab zahlreiche Yards auf. Auch die Offense wirkte erneut etwas wackelig und so, als ob man reaktionsträge im Game Plan sei. Dieser war ganz offensichtlich auf das Laufspiel über Alvin Kamara ausgerichtet, der am Ende 26 Carries für 120 Yards zu verzeichnen hatte. Jameis Winston hingegen hatte recht wenig zu tun und hatte eher die Rolle eines Game Managers als eines Play Makers. Auch wenn ihm diese Rolle womöglich etwas besser liegt (er erhielt von Pro Football Focus eine Player Grade von über 90), reichten die Mühen am Ende gegen die Giants nicht aus. Als das Spiel den Saints aus den Händen glitt, konnte man nicht gegensteuern und ging zu oft mit einem Punt vom Feld, weil die Läufe über Kamara, Tony Jones und Taysom Hill zu früh gestoppt wurden.

News der Woche: Die Saints reagieren auf die durchwachsene Leistung im Kicking Game und ersetzen Kicker Aldrick Rosas mit Cody Parkey.

Center Austin Reiter wurde hingegen aus unserem Practice Squad von den Miami Dolphins unter Vertrag genommen.

Vorschau: Leider ist in New Orleans eine absolute Dominanz des Laufspiels a la Cleveland Browns nicht gegeben, besonders aufgrund der angeschlagenen Offensive Line (McCoy und Armstead fehlen), sodass mein Vorschlag für das kommende Spiel am Sonntag um 19 Uhr gegen das Washington Football Team wäre, das Spiel mehr in Winstons Hände zu legen, auch wenn es womöglich die risikoreichere Variante ist. Meine Hoffnung ist, dass unsere Nummer 2 im Laufe der Saison immer sicherer wird und dementsprechend auch mehr Last auf seinen Schultern tragen kann. Am Sonntag wird es sehr wichtig sein, Ressourcen in seine Protection zu stecken, denn der Washington Pass Rush mit Chase Young und Montez Sweat könnte viele Schwierigkeiten im Backfield bereiten. Der Nummer 1 Receiver Washingtons, Terry McLaurin, sollte definitiv von Marshon Lattimore gecovert werden. Gerade letzte Woche legte ersterer mit zwei Touchdowns und 123 receiving Yards ein weiteres Mal herausragende Zahlen auf. Ein Sieg gegen Washington wäre extrem wichtig, um wieder auf die richtige Spur zu kommen, denn es warten nach der darauffolgenden Bye Week Gegner wie Seattle und Tampa Bay. Ohne Washington diskreditieren zu wollen – viel einfacher wird’s also erstmal nicht.


Tampa Bay Buccaneers

Rückschau: Tom Bradys mit Spannung erwartete Rückkehr ins Gillette Stadium, um gegen sein altes Team anzutreten, war nicht die von den meisten erwartete spektakuläre Show, und seine Statistik war nicht gerade berauschend (22-43, 269 Yards, keine Touchdowns). Trotzdem gelang ihm, als das Spiel auf der Kippe stand, einer seiner klassischen Go-ahead-Drives, der sich als Game-Winning herausstellte.

Ob es nun am Wetter oder an seinen Nerven lag, Brady hatte in der ersten Halbzeit einige frustrierende Fehlwürfe, und die Offensive von Tampa Bay kam in der Redzone zu oft ins Stocken, was den Patriots erlaubte, dranzubleiben, und seiner angeschlagenen Defense zu viel Verantwortung für den Sieg überließ.

Das Spiel selbst wurde vielleicht nicht dem Hype gerecht, aber es war dennoch ein dramatisches Ende mit einem patentierten letzten Drive von Brady, der das Spiel schließlich gewann.

Es war natürlich poetisch, dass Tom Brady gegen die Patriots den NFL-Rekord von Drew Brees für Passing-Yards in einer Karriere brach. Dies geschah mit einem 28-Yard-Pass von Brady zu Receiver Mike Evans, und zu diesem Zeitpunkt hatte Brady 80.359 Yards gegenüber Brees' 80.358. Die Offiziellen brauchten eine Sekunde, um herauszufinden, wo der Ball liegen sollte, so dass man zunächst nicht wusste, dass Brady den Rekord gebrochen hatte, aber schließlich machten die Offiziellen es... offiziell.

News der Woche: Cornerback Carlton Davis verließ das Spiel in der ersten Halbzeit mit einer Quadrizeps-Verletzung und kehrte nicht zurück, während Safety Antoine Winfield Jr. die letzten beiden Drives des Spiels verpasste und wegen einer Gehirnerschütterung untersucht wurde.

Nach dem Spiel sprach Bucs-Cheftrainer Bruce Arians beide Verletzungen an.

"Wie es aussieht, wird es eine Weile dauern", sagte Arians über die Schwere der Verletzung von Davis und den möglichen Zeitplan für seine Rückkehr.

"Er befindet sich im (Concussion-)Protokoll", sagte Arians über Winfield.

Der Verlust von Davis oder Winfield wäre ein schwerer Schlag für die Secondary, die mit den Cornerbacks Sean Murphy-Bunting und Jamel Dean bereits zwei Stammspieler verloren hat. Murphy-Bunting befindet sich derzeit mit einem ausgekugelten Ellbogen auf Injury Reserve, während Dean aufgrund einer Knieverletzung nicht zur Verfügung steht.

Vorschau: Nach zwei Wochen kehren die Bucs nach Hause zurück und werden die Chance haben, gegen ein Team mit einem Ersatz-Quarterback und begrenzten Optionen bei den Receivern zu spielen. Die Dolphins brauchen ein kleines Wunder und es ist schwer vorstellbar, dass sie es gegen den Titelverteidiger finden, auch wenn ihre Verteidigung angeschlagen ist. Die Bucs sollten hier einen sicheren Sieg einfahren.


NFC West


Arizona Cardinals

Rückschau: Statement-Win für die Cardinals!

Nach dem 37-20 Auswärtssieg bei den hoch gehandelten Rams sollten auch die letzten Skeptiker dieses Cardinals Team in den erweiterten Favoritenkreis aufgenommen haben. Vor dem Spiel wurde durchaus berechtigt die Frage in den Raum gestellt, ob die Siegesserie aufrecht erhalten und nach 8 Niederlagen in Folge das erste mal Sean McVay besiegt werden könnte. Zu oft sahen die Cardinals in den letzten Jahren schlecht gegen die Rams aus und wurden offensiv wie defensiv dominiert. Zu dominant sahen die Rams mit der von Stafford geleiteten Offensive nach dem Sieg gegen die Bucs aus.

Doch die Cardinals hatten diesmal mehr zu bieten. Die Offense feuerte aus allen Rohren, Murray war ohne Frage der beste, weil effizienteste Spieler auf dem Platz. Er verteilte den Ball effektiv und facettenreich, insgesamt 4 Receiver sahen mindestens 5 Targets bei einer Completion-Percentage von 75%. Er unterstrich mehrmals seine individuelle Klasse, überzeugte aber auch innerhalb des Schemes, womit er den Grundstein für eine dominante Offensive legte.

Und das nicht gegen irgendwen, denn auf der anderen Seite coverte Ramsey Hopkins und Donald versuchte Druck auf die Pocket auszuüben, immerhin die besten Spieler auf ihren jeweiligen Positionen. Das es der Offense dennoch gelang konstant Punkte aufs Board zu bringen ist daher nicht nur individuelle Klasse. Abermals überzeugt mich Kingsbury mit seinem Play-Calling. Nachdem im letzten Jahr alles auf Hopkins fokussiert war, findet Kliff im 3. Jahr endlich auch Wege Anpassung während des Spiels zu machen. So gelingt es Elitespieler auf der Gegenseite zu neutralisieren und weniger Abhängigkeit von Hopkins zu sein. Die Anpassungsfähigkeit früh im Spiel konnte daran beobachtet werden, dass im ersten Drive gleich 3 mal ein freier Rusher auf Murray zu kam. Ab dann generierten die Rams nur noch 10 weitere Pressures.

Dabei hilft natürlich, dass sowohl Edmunds als auch Neuzugang AJ Green einen guten Tag hatten. Edmunds ist unfassbar elusive und fähig jede Route aus dem Backfield zu laufen, er war neben Murray für mich der auffälligste Spieler der Cardinals. Die Offense hat in diesem Jahr alle Art von Waffen die man sich vorstellen kann und Kingsbury scheint einen Plan zu haben diese einzusetzen. Meine Prognose ist, dass wenn sich Murray nicht verletzt diese Offense mindestens Top 5, wenn nicht sogar Top 3 sein wird.

Aber nicht nur die Offense dominierte, auch die Defense setzte Ausrufezeichen. Stafford und Kupp hatten in den ersten drei Wochen eine grandiose Connection, doch diesmal gelangen nur 5 Catches bei 13 Targets. Die Coverage war grandios und hier ist wieder einmal Byron Murphy hervorzuheben, aber auch Simmons spielt ein bemerkenswertes 2. Jahr, gerade in Coverage. 2 Sorgen treiben die Cardinals allerdings um, eine davon berechtigter Weise. Die unberechtigte ist das Fehlen von Sacks im Boxscore. Nach Jones 4 Sack Performance in Week 1 kam nicht viel zählbares zusammen. Außer man zählt sinnvoller Weise Pressures hinzu. Dann zeigt sich, dass sowohl Jones als auch Watt konstant Druck auf den QB ausübern. Nach 4 Wochen hat lediglich Aaron Donald mehr Pressures als Watt (17) und folgender Tweet zeigt Jones Perfomances ganz gut auf. Die Sacks werden kommen.

Berechtigt ist jedoch die Frage, ob die Cardinals irgendwann daran scheitern werden, dass die Run-Defense zumindest früh im Spiel nicht funktioniert. Bisher gelingt es der Offense soviele Punkte zu machen, dass der Gegner irgendwann passen muss. Ich bin gespannt welches Team zuerst rein auf den Lauf und seine Defense setzen wird und wie die Cardinals dann damit umgehen werden.

Doch bis dahin: Die Cardinals haben ein entscheidendes NFC-West Matchup gewonnen und sind damit der Favorit auf den Division-Titel!

News der Woche: Kyler Murray hat MVP Hype. Und das völlig zurecht.

Mehr möchte ich hier auch gar nicht sagen.

Vorschau: In der nächsten Woche steht das nächste Matchup innerhalb der NFC West an. Die 49ers kommen nach Arizona, nachdem sie den Seahawks mit 28-21 zuhause unterlagen. QB Garoppolo musste zur Halbzeit raus und es ist noch nicht klar ob es am Wochenende zum ersten Start von Rookie QB Lance kommt. Dieser sah in seinem Einsatz maximal okay aus, bringt aber ordentlich Rushing-Upside mit sich. Wie ich am Ende des Reviews geschrieben habe ist meine größte Befürchtung eine nicht funktionierende Run-Defense. Wer könnte hier besser für den Gegenbeweis herhalten als Shanahan mit einem Rushing QB. Und genau das bringt den Reiz in die Party. Nach dem bisherigen Saisonverlauf ist Arizona klarer Favorit und doch riecht es hier nach Upset. Doch wenn die Cardinals den Run der 49ers kontrollieren und Offensiv gegen eine weitere starke Defense 30 Punkte auflegen – Man, sky is the limit!


Los Angeles Rams

Rückschau: Das Spiel gegen die Cardinals war der zweite Gradmesser in der aktuellen Saison und entschied welches der beiden Teams vorläufig auf Platz 1 der NFC West sein würde. Im ersten Drive konnten die Rams den Ball gut mit dem Run bewegen. Sie zeigten wieder verschiedene Formationen und sowohl Higbee als auch Kupp bekamen Snaps aus dem Backfield heraus. Stafford wurde den Ball schnell los und nur ein Drop von Kupp verhinderte ein TD der Rams. Auch im ersten Drive der Cardinals hatten die Rams die Oberhand. Bei allen drei Downs kamen die Rams gut zu Murray und konnten ihn beim 3rd Down sacken, was zum 3 and Out führte. Im darauffolgenden Drive hatten die Rams aber ein wiederkehrendes Problem. Stafford unterwarf wie so oft Jackson bei einem tiefen Pass und das wurde von Murphy direkt bestraft mit einer Interception. Die Cardinals nutzen die gute Field Position und mit einigen kurzen Pässen und einem schönen TD Pass auf Hopkins. Murray selber wurde zwar in der Pocket gehalten, hatte aber viel zu viel Zeit im Vergleich zum 1. Drive. Allerdings antworteten die Rams direkt mit einem TD Drive. Sowohl Michel als auch Henderson konnten den Ball gut bewegen und Stafford vollendete mit einem Pass auf Jefferson in die Enzone. Ab dann wurde es aber ein langer Abend für die Rams. Die Cardinals gingen erneut in Führung mit 14:10, nachdem die Rams kaum Zugriff bekamen. Donald konnte Murray zwar fast sacken, dieser allerdings bewegte sich gut aus der Pocket, was Floyd dazu zwang sich in Richtung Murray zu bewegen. Dieser nutzte die Lücke in der Coverage und erzielte ein neues First Down. Kurz darauf bediente er noch TE Williams zum TD. Mit dem nächsten Drive der Cardinals Offense bauten Sie Führung auf 21:10 aus, nachdem Michel im ersten Play den Ball verlor. Auch die anschließenden Drives der Rams liefen nicht besser und waren vor allem durch ungenaue Pässe und Drops geprägt. Somit ging es nach zwei Field Goals, jeweils eins für beide Teams, mit 13:24 in die Halbzeit. Aber auch in der 2. Halbzeit wurde es für die Rams nicht besser. Während Hopkins und Green keine allzu große Rolle spielten, hatte die Rams Defense keine Antwort auf die RBs der Cardinals. Edmons und Conner, welcher 2 TD erzielte, konnte sowohl im Run als auch im Pass Game machen was sie wollten. Bis zum letzten Drive kurz vor Schluss konnte die Rams Offense nicht scoren und somit ging das Spiel (20:37) verdient an die Cardinals, welche nun mit 4:0 das letzte ungeschlagene Team der NFL sind.

News der Woche: Bei ein paar Spielern ist der Einsatz im kommenden Spiel fraglich. Higbee und Rapp (ankle) und Henderson (ribs) waren im Training nur limitiert. Außerdem könnte es eine Veränderung auf CB geben. Nach nicht überzeugender Leistung von Long Jr. im Slot wird vermutlich Robert Rochell mehr Snap im Spiel gegen die Seahawks erhalten

Vorschau: Trotz der Niederlage sehe ich die Rams im Spiel gegen die Sewahawks (Freitag 2:20 Uhr) als klaren Favorit. Die Offense sollte den Ball gut bewegen können gegen die Seahawks Defense. Ich schätze der Fokus wird viel auf dem Passing Game liegen, da die Seahawks wenig Antworten auf Kupp, Woods und Jefferson haben solltes. Zudem ist der Pass Rush von Seattle nicht vergleichbar mit dem der Buccs und Cardinals und die O-Line der Rams gehört zu den besseren der Liga. Hawks Offense gg Rams Defense wiederum wird ein sehr spannendes Matchup. Falls Wilson genug Zeit bekommt und wieder einige Big Plays zusammen mit Metcalf und Lockett erzielen kann, könnte das Spiel ein High Score Game werden. Allerdings gehe ich stark davon aus, dass die Rams Defense ein Bounce Back Spiel haben wird, da die Hawks lange nicht die Qualität der Cardinals im Backfield haben, welches den Rams so viele Probleme bereitet hat.

Tipp: 24:17


San Francisco 49ers

Rückschau: Satz mit X - das war wohl nichts! Nach einer starken Anfangsphase, in der es danach aussah, als könnten die 49ers die Seahawks mit einem Statement-Sieg aus dem Stadion fegen, herrschte am Ende große Ernüchterung auf Seiten der Mannen von Kyle Shanahan. 21:28 hieß es am Ende - doch das Ergebnis hört sich am Ende sogar knapper an, als es letztendlich gewesen ist. Nach einer frühen 7:0-Führung und fünf erzwungenen Three-And-Outs der Seahawks-Offense fiel das Kartenhaus der 49ers in sich zusammen. Russell Wilson nutzte die Harmlosigkeit der 49ers-Offense um vor der Pause zum 7:7 auszugleichen.

Den Niners fehlte mit Robbie Gould außerdem ihr Kicker - ein XP und ein FG gingen daneben, Punter Wishnowsky durfte sich versuchen. Nach der Pause startete dann QB Trey Lance in die Partie, nachdem Jimmy Garoppolo aufgrund einer Wadenverletzung aussetzen musste. Sichtbar unvorbereitet ging Lance ins Spiel, denn der Gameplan war nicht auf ihn zugeschnitten. Die 49ers versuchten es viel über das Laufspiel, doch weder Lance noch das Running-Game brachten die Seahawks wirklich ins Schwitzen. Ein Special Teams-Fumble von Returner Trenton Cannon, woraufhin die Seahawks einen TD scorten, war dann die Vorentscheidung.

Ein enttäuschender Abend für San Francisco, der gut begann, aber ein negatives Ende nahm. Eine vermeidbare Niederlage gegen ebenfalls schwache Seahawks - beide Teams müssen mehr zeigen, um in die Play-Offs zu kommen.

News der Woche: Jimmy Garoppolo und Trent Williams verließen das Feld vorzeitig, man ging zunächst von langwierigen Verletzung der beiden Starter aus. Doch Glück im Unglück: Es sieht danach aus, als könnten beide bereits gegen Arizona zurückkehren. Trey Lance hätte sonst vor seinem ersten NFL-Start gestanden, was immer noch nicht ausgeschlossen scheint, da Garoppolos Wadenverletzung ihn zumindest nächsten Sonntag vom Spiel abhalten könnte. Es wäre spannend zu sehen, wie Trey Lance performt, wenn der Gameplan auf ihn zugeschnitten ist. Sonntag wirkte er etwas nervös und hektisch, verlängerte jedoch auch viele Plays durch seine Athletik.

Auf die Verletzung von Robbie Gould reagierten die 49ers, indem man Joey Slye unter Vertrag nahm. Der Kicker stand zuvor bei den Panthers und Texans unter Vertrag und soll den etwa vier Wochen verletzten Gould vertreten.

RB Elijah Mitchell wird aller Voraussicht nach zurück in das Line-Up rücken. Trotz Trey Sermons guter Leistung gegen die Seahawks ist davon auszugehen, dass er die Starting-Duties erledigen darf. Fantasy-Spieler aufgepasst!

Vorschau: Das Duell gegen die Arizona Cardinals könnte für die 49ers zu keinem schlechteren Zeitpunkt daherkommen. Während die Cards unter Kliff Kingsbury momentan wohl das heißeste Team der NFL sind, zeigt der Pfeil bei den 49ers nach unten. Kyler Murray spielt auf MVP-Level, während die Niners nun zwei Niederlagen in Folge einstecken mussten. Ob Garoppolo oder Lance: Ein Sieg gegen *dieses* Arizona-Team erscheint aktuell unmöglich. Nach der Partie geht es in die Bye-Week, wo es sich gilt neu zu ordnen und die ersten Wunden zu lecken.


Seattle Seahawks

Rückschau: Zeit, das haben sich die Seahawks mit dem Sieg über die 49ers erkauft. Und der war nicht sehr hübsch, ehrlich gesagt hab ich nichtmal das komplette Spiel geschaut. Zwischendurch hab ich eine Stunde lang Kitchen Impossible mit meiner Freundin geguckt. Traurig aber wahr. Das lag nicht daran, dass ich nur ein elendiger Erfolgsgang bin und diesem Team nicht beim verlieren zusehen kann. Das liegt daran, dass ich mir nicht an einem Stück ansehen kann, wie das Potential eines SB-Contenders durch die Engstirnigkeit des Head Coaches in die Tonne getreten wird. Aber egal, zurück zum Spiel. Das erste Quarter fing für die Seahawks an wie es aufhörte, mit einem three-and-out. Nichts wollte funktionieren. Das spiegelte sich auch in den erzielten Yards wieder.

Und die Defense sah genau so besch..eiden aus. Obwohl man sich vorher vom neuen CB-Duo D.J. Reed und Sidney Jones mehr versprochen hatte, sah das zu Beginn aus wie Flowers². Dann kamen ein paar Stops zustande und endlich auch die erste Interception der Saison.

Trotzdem war der einzige Grund dafür dass die Seahawks noch im Spiel waren die 9ers selbst. Dann kam es, das erste First Down und damit auch der erste Touchdown der Seahawks. Wie der zustande gekommen ist konnten sich aber weder Fans noch beide teilnehmenden Teams erklären. Während die Seahawks aufbauten, bauten die die 49ers ab. Jimmy Garoppolo wurde gegen Trey Lance getauscht, das lag aber wohl an einer Wadenverletzung und nicht an dessen bescheidener Leistung. Ein Hoffnungsschimmer tat sich auf und die Seahawks konnten sie nutzen. Ab dann wurde es nicht unbedingt hübscher, aber erfolgreicher. Die Defense drehte auf, ja es war gegen einen unerfahrenen Rookie-QB, aber sowas braucht eine Defense die von der Rolle ist, Aufbaugegner. Trotzdem erzielten die Niners in der zweiten Halbzeit noch zwei Touchdowns. Seattle weitere drei und die waren spektakulär.

Aber dann, aber dann, ttttypisch Defense, ttttypisch Defense.

Danach war das Spiel auch mehr oder weniger Vorbei. Die Niners arbeiten sich zu einer 21:28 Niederlage. Und die Seahawks stehen in Woche vier bei 2:2. Sie haben sich also Zeit gekauft, denn jetzt gibt es noch eine Chance auf einen Play-Off Spot.

News der Woche:

Außerdem wurde klar, dass die Seahawks gegen die Rams in Action Green spielen werden und das Seahawks-Legende Steve Hutchinson seinen HoF Ring während der Halbzeit Pause überreicht bekommt.

Wie bei jedem Team mit CB needs, wurde innerhalb der Woche über die Chance einer Verpflichtung von Stephan Gilmore diskutiert. Der ging dann aber zu den Panthers.

Außerdem: Rashaad Penny ist auf IR und damit war sein Pick damals wirklich hart unnötig. Dee Eskridge ist noch immer nicht spielbereit, außerdem ist Chris Carson angeschlagen. Mehr war eigentlich nicht.

Vorschau: Nachfolgendes könnt ihr auch auf www.germanseahawkers.com lesen

Nach einem erfolgreichen Ausflug nach Santa Clara geht es für die Seahawks nach kurzer Verschnaufspause bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen den nächsten Divisionsrivalen aus der NFC West. Im ersten Primetime-Spiel der Saison trifft Seattle im Lumen Field auf die Los Angeles Rams. Ein Duell, dass es in der letzten Saison gleich dreimal gab. Nach den zwei obligatorischen Treffen in der Regular Season stand man sich auch in der Wild-Card Round gegenüber. Es folgte ein bitteres Saisonaus gegen eine überragend aufgelegte Defense rund um die Superstars Aaron Donald und Jalen Ramsey.

Fast zehn Monate nach diesem schmerzlichen Playoff-Aus für die Seahawks kommen Donald, Ramsey und Co. nun wieder nach Seattle. Doch unter etwas anderen Voraussetzungen als noch im Januar. Denn nachdem Jared Goff die Seahawks im Januar noch aus den Playoffs warf, weilt der einstige Nummer-1-Pick mittlerweile nicht mehr in der Stadt der Engel. Neuer Quarterback von Head Coach Sean McVay ist Matthew Stafford. Er kam im Tausch für Goff und zwei Erstrundenpicks und einen Drittrundenpick von den Detroit Lions.

Nach den ersten Wochen sieht es aufseiten der Gäste nun so aus, als hätte sich der Wechsel auf der Position des Spielmachers gelohnt. Die Rams haben einen guten Start hingelegt. Drei Siege, unter anderem gegen die amtierenden Super Bowl-Champions aus Tampa Bay, sorgten für ordentlich Rückenwind. Bis es in Woche 4 eine überraschend deutliche Heimniederlage gegen die Arizona Cardinals setzte. Die Seahawks haben nun nach dem Auswärtssieg in der Bay Area auf der Bühne von Thursday Night Football die Chance die Rams mit einem Heimsieg in der NFC West zu überholen.


Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei unseren Patrons Hans-Georg, Moritz, der u.a. einen Panthers-Podcast macht, bei Leon und bei Matthias!